Parks & Gärten

Georgewitzer Skala

Am Hasken 12, 02708 Löbau

Highlights

  • Die Georgewitzer Skala ist ein Felsental des Löbauer Wassers nördlich von Löbau.
  • Sie wurde 1961 als Naturschutzgebiet aufgrund ihrer geomorphologischen Besonderheiten ausgewiesen.
  • Das Tal weist steile Hänge, Felswände und naturnahe Laubwaldgesellschaften auf.

Tipps

  • Der Rundweg durch die Georgewitzer Skala ist auch bei warmen Temperaturen angenehm, da es im Tal kühl und schattig bleibt.
  • Mückenschutz mitnehmen, besonders bei feuchtem Wetter oder in der Nähe des Baches.
  • Einkehrmöglichkeiten wie das Gasthaus an der Brücke bieten Platz zur Rast mit Blick auf das Tal.

Eigenschaften

Outdoor Familie Aktiv Entspannt Ganzjährig

Über Georgewitzer Skala

Die Georgewitzer Skala ist ein landschaftlich reizvolles Felsental nördlich der Stadt Löbau im sächsischen Kreis Görlitz. Geprägt durch das Löbauer Wasser, erstreckt sich das enge Tal über eine Länge von etwa 1,3 Kilometern und bildet ein markantes Durchbruchstal im Granodioritgestein. Aufgrund seiner besonderen geomorphologischen Merkmale und der artenreichen Laubwaldgesellschaften wurde die Skala bereits 1961 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es zählt zu den geschützten Landschaftsbereichen und umfasst eine Fläche von rund 34 Hektar. Der landschaftliche Übergang vom bewaldeten Tal zu den umliegenden Ackerflächen ist hier deutlich sichtbar.

Geologisch entstand die Formation durch die langanhaltende Erosion des Löbauer Wassers, das den weichen Granodiorit über Jahrtausende hinweg aushöhlte. Das Tal weist steile Hänge, Felswände und naturnahe Uferzonen auf. Die Höhenlage variiert zwischen etwa 210 Metern in der Talsohle und maximal 240 Metern über Normalhöhennull. Die Flussdynamik hat ein blockreiches Bachbett geformt, das Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten bietet. Zu den geschützten Arten zählen unter anderem der Hohle Lerchensporn, das Dunkle Lungenkraut sowie das Maiglöckchen, die auf den basisch beeinflussten Böden des Talgrundes gedeihen.

Die Skala beherbergt auch kulturhistorische Spuren. Dazu gehören der Bielplatz, ein slawischer Abschnittswall aus dem frühen Mittelalter, sowie die Reste der Alten Schanze, eines erdwallartigen Befestigungsbauwerks mit späterer frühdeutscher Besiedlung. Einst führte hier die alte Handelsstraße strata antiqua vorbei, die von Göda nach Schlesien führte. Ein weiteres Zeugnis der Geschichte ist die sogenannte Gemauerte Mühle, erstmals urkundlich erwähnt im Mittelalter. Während der napoleonischen Kriege diente sie als Unterkunft für Marschall Blücher, der 1813 ein Feldlager in der Region errichtete. Noch heute erinnert ein Verein vor Ort mit Museum an diese Zeit und die nationale Erhebung des Jahres 1813.

Ein bekannter Ort innerhalb der Skala ist der Rittersprung, ein Felsen, der in eine Sage über einen verfolgten Gutsherrn und eine fliehende Magd verwickelt ist. Der Name „Skala“ leitet sich aus dem Slawischen ab und bedeutet Fels oder Felsenklamm. Die Gegend ist sowohl für Spaziergänge als auch für längere Wanderungen geeignet. Gäste schätzen die überschaubare Runde durch das Tal, die selbst an warmen Tagen durch die nahezu immer vorhandene Frische im Tal angenehm ist. Die Vegetation und das Plätschern des Baches sorgen für eine ruhige Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

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