Denkmal/Gedenkstätte

Großbild „Die friedliche Nutzung der Kernenergie"

04626 Jonaswalde

Tipps

  • Das keramische Großbild von Werner Petzold zeigt eindrucksvoll die friedliche Nutzung der Kernenergie und ist ein Werk der Zeitgeschichte.
  • Das ehemalige Wismut-Areal bietet heute eine Kombination aus Kunst, Geschichte und Naturerlebnis.
  • Interessante Einblicke in die Bergbau-Vergangenheit Sachsens und die anschließende Renaturierung des Geländes.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Großbild „Die friedliche Nutzung der Kernenergie"

Das Großbild „Die friedliche Nutzung der Kernenergie“ in Jonaswalde ist ein bedeutendes Kulturdenkmal im Altenburger Land in Thüringen. Es zählt zu den wenigen erhaltenen Werken seiner Art und dokumentiert eindrücksvoll die Geschichte des Uranerzbergbaus in der Region. Die keramische Wanddekoration wurde von dem Künstler Werner Petzold geschaffen, der das Werk mit Anfang 30 realisierte. Ursprünglich als Wandbild im Verwaltungsgebäude des Wismut-Betriebs in Paitzdorf angebracht, besteht es aus Emaillefarben auf Keramikkacheln, die nach dem Brennverfahren dauerhaft verbunden wurden.

Die Darstellung thematisiert die friedliche Verwendung der Kernenergie und verweist damit auf die zentrale Rolle des Uranabbaus in der ehemaligen DDR. Die Wismut-Gesellschaft, Tochter der Sowjetunion, förderte hier über Jahrzehnte hinweg Uranerz, das vor allem für die militärische Nutzung bestimmt war. Das Motiv des Großbildes zeigt sowohl technische Fortschritte als auch die menschliche Arbeit im Bergbau. Die monumentale Gestaltung unterstreicht die damalige politische und ideologische Bedeutung des Themas.

Heute befindet sich das Kunstwerk an einem Ort, der die Transformation des ehemaligen Bergbaugebiets widerspiegelt. Der Standort in Jonaswalde ist Teil eines umfassenden Sanierungs- und Renaturierungsprozesses, der die industrielle Vergangenheit sichtbar macht, ohne sie zu verklären. Besucher berichten, dass das Bild durch seine monumentale Größe und die detailreiche Gestaltung auffällt. Zugleich wird kritisch angemerkt, dass die Darstellung des Uranbergbaus kontrovers diskutiert werden kann, insbesondere im Hinblick auf die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen.

Das Areal um das Großbild zeugt von der industriellen Geschichte der Region sich mit den Widersprüchen der friedlichen Kernenergienutzung auseinanderzusetzen. Die kunsthandwerkliche Qualität des Werks wird dabei ebenso gewürdigt wie seine Funktion als historisches Zeugnis. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,80 von 5 Sternen bei über 40 Bewertungen wird die Stelle als lohnenswertes Kulturdenkmal wahrgenommen.

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