Kunsthalle Jesuitenkirche
Highlights
- Die Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg befindet sich in einer 1619 erbauten Kirche im Renaissance-Stil.
- Seit 1990 dient das Gebäude als Kunsthalle und zeigt wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer und klassischer Moderne.
- Zu den ausgestellten Künstlern zählen u. a. Oskar Kokoschka, Jörg Immendorff und Günther Uecker.
Tipps
- Bei Renovierungsarbeiten ist nur ein Teil der Kunsthalle zugänglich, dennoch lohnt ein Besuch für die detailreiche Führung und den historischen Ambiente.
- Die ehemalige Jesuitenkirche bietet wechselnde Ausstellungen in einem außergewöhnlichen barocken Raum, ideal für Kunstinteressierte mit wenig Zeit.
- Die angrenzende Glaseingangshalle verbindet Kunsthalle und Christian Schad Museum – ein gemeinsamer Eintritt lohnt sich bei längerem Aufenthalt in Aschaffenburg.
Eigenschaften
Über Kunsthalle Jesuitenkirche
Die Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg befindet sich in einem historischen Gebäude mit bedeutender architektonischer und kultureller Prägung. Ursprünglich als Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit im Jahr 1619 erbaut, zählt das Gebäude heute zu den bedeutenden Ausstellungsorten der Region. Die barocke Innenarchitektur sowie die schlichte Renaissance-Fassade prägen das Erscheinungsbild des Gebäudes, das seit 1990 als Kunsthalle genutzt wird. Seit 2006 gehört es zum Museumsverbund der Stadt Aschaffenburg und teilt sich mit dem Christian Schad Museum einen modernen Glaseingang.
Die Geschichte des Bauwerks ist eng mit der Stadtgeschichte von Aschaffenburg verbunden. Die Jesuiten erhielten im frühen 17. Jahrhundert vom Kurfürsten-Erzbischof Johann Schweikhard von Cronberg die Erlaubnis, in der damaligen Zweitresidenz eine Niederlassung zu gründen. Der Kirchenbau selbst zeichnet sich durch eine einschiffige Anlage mit reich verzierten Stuckaturen im Inneren aus. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach umgenutzt, unter anderem als Magazin und Studienkirche, bevor es nach Kriegsschäden in den 1970er Jahren für kulturelle Zwecke umgebaut wurde.
Heute dient die Kunsthalle Jesuitenkirche als Plattform für zeitgenössische und klassische moderne Kunst. In der Regel finden jährlich zwei Ausstellungen statt, die sich thematisch sowohl etablierten Positionen der Gegenwartskunst als auch Werken der Klassischen Moderne widmen. Zu den ausgestellten Künstlern zählen namhafte Persönlichkeiten wie Oskar Kokoschka, Hermann Nitsch, A. R. Penck oder Günther Uecker. Auch die mit 5.000 Euro dotierte Kunstpreisausstellung der Stadt Aschaffenburg wird hier gezeigt. Die Leitung der Kunsthalle obliegt gemeinsam mit dem benachbarten Christian Schad Museum dem Kurator Johannes Honeck.
Die Besonderheit des Ortes liegt nicht nur in der wechselnden Kunst, sondern auch in der Atmosphäre des barocken Kirchenraums, der trotz Umbauten und Restaurationen seine sakrale Note bewahrt hat. Besucher berichten von einer gelungenen Verbindung aus historischem Ambiente und zeitgenössischer Kunstpräsentation. Die Räumlichkeiten sind überschaubar, doch gerade dies trägt zur Intensität des Besuchs bei. Auch wenn nicht alle Bereiche stets zugänglich sind – etwa während laufender Renovierungen – wird die Qualität der Präsentation und die Hilfsbereitschaft des Personals positiv hervorgehoben.