Museum Burghof
Highlights
- Das Burghofmuseum zeigt archäologische Funde und Alltagsgegenstände aus Mittelalter und Neuzeit – von Schmuck bis Keramik und Glockengussgruben.
- Im 12. Jahrhundert erbautes ‚Romanisches Haus‘ gilt als ältestes Wohnhaus zwischen Rhein und Weser und war Residenz des patrizischen Geschlechts von Lo.
- Die Ausstellung dokumentiert Soests frühe Handelstätigkeit ab dem 10. Jahrhundert und die Bedeutung als mittelalterliche Nebenresidenz des Kölner Erzbischofs.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellung.
- Die fünf Abteilungen des Museums bieten Einblicke in die frühe Handelstätigkeit sowie die Alltagsgeschichte von Soest vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
- Archäologische Funde wie die Glockengussgrube und mittelalterliche Hausreste verdeutlichen die historische Bedeutung des Burghofensembles als Wohn- und Wirtschaftsraum.
Eigenschaften
Kultur im Museum Burghof Soest entdecken
Das Museum Burghof in Soest ist ein faszinierendes stadthistorisches Museum, das auf einer Ausstellungsfläche von 700 Quadratmetern mit fünf Abteilungen die Siedlungs- und Stadtgeschichte der Region lebendig werden lässt. Besonders beeindruckend ist die Dokumentation des Alltagslebens im Mittelalter und der Neuzeit durch archäologische Funde, die Einblicke in Ernährung, Handwerk und Kultur geben. Ein Highlight ist die Glockengussgrube, die von der Stadtarchäologie entdeckt wurde und die Bedeutung Soests als frühe Handelsstadt unterstreicht.
Im Herzen des Burghofens steht das „Romanische Haus“, ein erhaltenes Restgebäude aus dem späten 12. Jahrhundert, das einst dem patrizischen Geschlecht von Lo gehörte. Es gilt als eines der ältesten Wohnhäuser zwischen Rhein und Weser und war lange Zeit ein Symbol für den Wohlstand der Stadt. Beide Gebäude prägen bis heute das Ensemble und bieten einen einzigartigen Einblick in die Baugeschichte Soests.
Die Dauerausstellung zeigt nicht nur Alltagsgegenstände wie Kleidung, Schmuck und Werkzeuge, sondern auch historische Schriftstücke wie das älteste Bürgerbuch und Ratsprotokolle, die die Entwicklung Soests bis zur berühmten Soester Fehde gegen das Erzbistum Köln dokumentieren. Besonders eindrucksvoll ist der Rittersaal, der nach einer umfassenden Renovierung mit moderner Lichttechnik und bleigefassten Fenstern mit Handelswappen aus anderen Städten Westfalens ausgestattet ist. Diese Details veranschaulichen die wirtschaftliche Bedeutung Soests als Handelszentrum im Mittelalter.
Das Museum Burghof bietet darüber hinaus ein vielfältiges Programm für Besucher:innen. Führungen durch den Geschichtsverein und museumspädagogische Angebote – etwa kindgerechte „Großmutter-Enkel“-Rundgänge – machen das Erleben der Geschichte für alle Altersgruppen zugänglich. Mit dem Audioguide können Interessierte die Exponate eigenständig erkunden. Zudem ist der Ort ein besonderer Ort für Hochzeiten, da Standesamt und Museum Brautpaaren den Rittersaal für standesamtliche Trauungen zur Verfügung stellen – inmitten historischer Atmosphäre.
Ob als Entdeckungstour durch die Stadtgeschichte oder als kulturelle Bereicherung für Einheimische und Touristen: Das Museum Burghof verbindet archäologische Schätze mit lebendiger Vergangenheit und zeigt, warum Soest eine der bedeutendsten mittelalterlichen Städte Westfalens war. Dank seines rollstuhlgerechten Zugangs ist es zudem für alle Besucher:innen zugänglich.