Synagogengasse/ Teichgasse
Highlights
- Hier befindet sich das Zentrum der seit 1995 wieder aktiven jüdischen Gemeinde Lörrachs, mit interreligiösen Projekten wie der Gruppe ‚Abraham‘ seit 2001.
Tipps
- Die Synagogengasse und Teichgasse bieten Zugang zu einem modernen jüdischen Gemeindezentrum mit historischer Bedeutung für die jüdische Tradition in Lörrach.
- Ein Besuch der Synagoge ermöglicht Einblicke in die Architektur und die religiöse Praxis der Israelitischen Kultusgemeinde Baden, die seit 1809 besteht.
- Das Gemeindezentrum zeigt durch Ausstellungen und Veranstaltungen die lebendige Verbindung zwischen jüdischem Erbe und interreligiösem Dialog in der Region.
Eigenschaften
Synagogengasse Lörrach: Kulturdenkmal-Ausflug
Die Synagogengasse/Teichgasse in Lörrach ist ein zentraler Ort der jüdischen Geschichte und des kulturellen Erbes der Kreisstadt. Seit 1995 existiert in Lörrach wieder eine lebendige jüdische Gemeinde, die eng mit diesem historischen Viertel verbunden ist. Die Namensgebung der Gassen erinnert an die lange Tradition jüdischen Lebens in der Region, die bis in die frühe Neuzeit zurückreicht. Die Synagogengasse war einst Teil des jüdischen Viertels, das sich über Jahrhunderte in der Nähe der Stadtmitte entwickelte – ein Zeugnis der Integration und des kulturellen Austauschs zwischen der jüdischen Gemeinschaft und der christlichen Bevölkerung.
Die Architektur und die Einrichtung spiegeln den modernen Ansatz der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden wider, die seit 1809 als Körperschaft des öffentlichen Rechts besteht. Die neue Synagoge beherbergt eine Torarolle, die von einem Nachkommen der Familie Weil überreicht wurde – ein Symbol für die Bewahrung jüdischen Erbes trotz der historischen Verfolgung. Das Gemeindezentrum dient nicht nur religiösen Zwecken, sondern auch als Ort des interreligiösen Dialogs und der Begegnung.
Die Seniorengruppe „Menora“ und die Initiative „Abraham“ tragen maßgeblich zum lebendigen Gemeindeleben bei. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 fördert die Gruppe „Abraham“ den Austausch zwischen den Religionen, um Verständnis und Respekt zu stärken. Ehrenamtliche wie Hanna Scheinker engagieren sich seit Jahrzehnten für die Pflege des jüdischen Erbes und die Öffnung der Gemeinde nach außen. Ihre Arbeit macht die Synagogengasse/Teichgasse zu einem Ort der Begegnung, an dem Geschichte lebendig wird und Traditionen bewahrt werden.
Die Umgebung der Gassen verbindet historische Spuren mit der Gegenwart: Der nahegelegene Alte Jüdische Friedhof (falls vorhanden) und die moderne Synagoge bilden ein Gegenüber von Vergangenheit und Gegenwart. Die Lage Lörrachs, nur wenige Kilometer vom Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz entfernt, unterstreicht zudem die internationale Bedeutung des Ortes als Knotenpunkt jüdischen Lebens in Südwestdeutschland. Die Synagogengasse/Teichgasse ist damit nicht nur ein kulturelles Denkmal, sondern auch ein lebendiger Teil des multireligiösen Miteinanders in der Region.