See

Breeser See

18276 Lohmen

Highlights

  • Der Breeser See ist ein 163 Hektar großes Naturschutzgebiet östlich von Lohmen in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Der See entstand durch eine Toteisform der letzten Eiszeit und wird von kalkhaltigem Grundwasser gespeist.
  • Hohe Nährstoffeinträge aus der DDR-Zeit führen noch heute zu Algenblüten und Gewässerproblemen.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Breeser See ist ein 163 Hektar großes Schutzgebiet östlich von Lohmen mit einem Klarwassersee, der von kalkhaltigem Grundwasser gespeist wird.
  • Ein Betreten der Flächen ist nur am Ostufer erlaubt, wo sich auch eine Beobachtungskanzel befindet.
  • Das Gelände beherbergt seltene Pflanzenarten und ist Lebensraum für zahlreiche Tierarten, darunter auch seltene Vögel.

Eigenschaften

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Über Breeser See

Der Breeser See liegt etwa einen Kilometer östlich der Gemeinde Lohmen im Landkreis Rostock, im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Das rund 163 Hektar große Naturschutzgebiet entstand aus einer Toteisform der letzten Eiszeit und zählt heute zu den geschützten Feuchtgebieten der Region. Die Unterschutzstellung erfolgte bereits in den 1970er Jahren. Der See wird hauptsächlich durch kalkhaltiges Grundwasser gespeist und gilt als Quellsee. Im Süden durchfließt die Bresenitz das Gewässer. Ursprünglich war der See oligotroph und klar, doch in der DDR-Zeit führten erhöhte Nährstoffeinträge zu einem ökologischen Rückgang, der sich bis heute teilweise bemerkbar macht, etwa durch Algenblüten.

Die heutige Tiefe des Sees beträgt durchschnittlich 1,5 Meter. Im 19. Jahrhundert wurde der Spiegel abgesenkt, wodurch die Uferzonen als Grünland genutzt und Torf abgebaut wurden. In der DDR-Zeit kam es zu einer zunehmenden Verschmutzung, die zur Ablagerung von Faulschlamm führte. Das Naturschutzgebiet wird heute als befriedigend eingestuft. Ein Betreten ist nur am Ostufer erlaubt, wo sich auch eine Beobachtungskanzel befindet. Dort können Besucher die Natur ungestört beobachten, ohne das Ökosystem zu beeinträchtigen.

Die Pflanzenwelt im und um den Breeser See ist vielfältig. Im Wasser wachsen unter anderem Armleuchteralgen, Laichkraut, Kanadische Wasserpest, Hornblatt, Großes Nixenkraut und Quellmoos. Am Ufer zieht sich ein Röhrichtgürtel aus Schilf, an den sich im Norden und Westen Schwingriede mit Arten wie Amper, Sumpffarn, Scheinzypergras-Segge, Wasserschierling und Bittersüßem Nachtschatten anschließen. Die aufgelassenen Wiesen beherbergen seltene Pflanzenarten, darunter Sumpf-Sitter, Steifblättriges Knabenkraut, Sumpf-Läusekraut, Sumpfherzblatt, Natternzunge, Kümmel-Silge, Purgier-Lein und Raues Veilchen. Westlich und östlich grenzen Sumpfwälder mit Erlen, Birken und Weiden an das Schutzgebiet an.

Die Tierwelt profitiert von der artenreichen Pflanzenvielfalt und den unterschiedlichen Lebensräumen. Der Breeser See ist ein wichtiger Rast- und Brutplatz für verschiedene Wasservögel. Zu den regelmäßig auftretenden Arten gehören Blässgans, Graugans und Waldsaatgans. Auch Rohrdommel, Kranich, Kiebitz, Flussregenpfeifer, Bekassine und Waldschnepfe brüten hier. Im Schilfgürtel finden sich Brutplätze einer Bartmeisen-Kolonie. Der Fischotter ist ein weiterer Bewohner des Gebiets. Seit Jahrhunderten wird im See traditionell mit Reusen und Zugnetzen gefischt, was bis heute Bestandteil der regionalen Nutzung ist.

Das Naturschutzgebiet Breeser See bietet einen Einblick in die natürlichen Prozesse eines norddeutschen Kalksees und seine vielfältigen ökologischen Zusammenhänge. Trotz vergangener Belastungen bleibt es ein wichtiges Biotop für seltene Pflanzen- und Tierarten in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kombination aus See, Feuchtgrünland, Schilfgürteln und angrenzenden Sumpfwäldern macht das Gebiet zu einem lohnenswerten Beispiel für Naturschutz in der Region.

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