Zejler-Smoler-Haus
Highlights
- Das Zejler-Smoler-Haus in Lohsa ist ein museumsgerechtes Zentrum sorbischer Kultur und Heimat des Volkskundlers Jan Arnošt Smoler.
- 1840er-Jahre-Impulse für die sorbische Wiedergeburt: Hier entwickelte sich die Idee der Gesangsfeste und entstand die Volkslieder-Sammlung ‚Die Volkslieder der Wenden‘.
- Barrierefrei zugänglich mit rollstuhlgerechtem Eingang, Parkplatz und WC – das Haus zeigt Lohsa als historisches sorbisches Kulturzentrum im Landkreis Bautzen.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht Besuchern ohne Barrieren den Eintritt ins Zejler-Smoler-Haus.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Museums zur Verfügung.
- Rollstuhlgerechte Toiletten sind im Gebäude vorhanden und bieten komfortable Nutzung für alle Gäste.
Eigenschaften
Kultur & Museum Zejler-Smoler-Haus Lohsa
Das Zejler-Smoler-Haus in Lohsa ist ein bedeutendes kulturelles Zentrum der sorbischen Geschichte und Tradition im Herzen der Oberlausitz. Die Gemeinde Lohsa war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Knotenpunkt für die sorbische Bewegung und prägte maßgeblich die nationale Wiedergeburt der sorbischen Kultur. Hier entwickelte sich unter anderem die Idee der sorbischen Gesangsfeste, die bis heute ein zentrales Element des kulturellen Lebens der Sorben sind.
Das Haus ist eng mit dem Namen des Verlegers und Volkskundlers Jan Arnošt Smoler verbunden, der aus Lohsa stammte. Gemeinsam mit Leopold Haupt trug er maßgeblich zur Erhaltung und Dokumentation sorbischer Volkslieder bei. Seine Sammlung „Die Volkslieder der Wenden in der Ober- und Niederlausitz“ (1841/1843) gilt als ein Meilenstein der sorbischen Literatur und Volksforschung. Smoler stand damit in einer Tradition, die Lohsa als intellektuellen und kulturellen Ort der Sorben auszeichnete.
Das Zejler-Smoler-Haus dient heute als Ort der Erinnerung und des lebendigen Austauschs mit der sorbischen Kultur. Neben der Präsentation historischer Exponate und Ausstellungen zur sorbischen Geschichte bietet das Haus Raum für Veranstaltungen, die die Verbindung zur Vergangenheit bewahren. Besonders in den vierziger und fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts war Lohsa ein Schmelztiegel für reformerische Ideen, die bis in die Gegenwart nachwirken.
Durch die historische Entwicklung der Region – geprägt von Braunkohleabbau und der anschließenden Umwandlung in eine Seen- und Teichlandschaft – hat sich Lohsa zu einem Ort der Natur und Kultur entwickelt. Das Zejler-Smoler-Haus ist dabei ein zentraler Anlaufpunkt für Besucher, die sich für die sorbische Identität und ihre lebendige Tradition interessieren. Bei Sonderausstellungen öffnet sich das Haus auf Anfrage für besondere Themen und Projekte, um die kulturelle Vielfalt der Region noch breiter zu vermitteln.
Das Haus ist barrierefrei zugänglich und bietet rollstuhlgerechte Einrichtungen, darunter einen rollstuhlgerechten Eingang, Parkplatz und WC. Damit steht es Menschen mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen offen und ermöglicht eine inklusive Begegnung mit der sorbischen Kultur.