Menhir von Bescheid
Tipps
- Der Menhir von Bescheid liegt direkt an der A1 und dient heute als Grenzstein zu Lorscheid.
- Etwa 1,3 km nördlich soll ein zweiter, ähnlicher Stein existieren.
- In der Ortsakte des Rheinischen Landesmuseums Trier sind zwei Menhire auf der Gemarkung Bescheid verzeichnet.
Eigenschaften
Über Menhir von Bescheid
Der Menhir von Bescheid ist eine bedeutende historische Sehenswürdigkeit in der Gemeinde Lorscheid im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Dieser aus Stein gefertigte Erdzeuge zählt zu den ältesten Kulturdenkmälern der Region und zeugt von den menschlichen Siedlungsspuren in der Gegend. Der etwa 1,50 Meter hohe Stein, auch als „Lange Stein“ bekannt, steht direkt an der „Alten Straße“ und markiert heute die Gemeindegrenze zu Lorscheid. Seine ursprüngliche Funktion ist nicht abschließend geklärt, doch archäologische Quellen deuten darauf hin, dass er möglicherweise zu einer Hügelgräbergruppe gehört, die sich in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A1 befindet.
In den Ortsakten des Rheinischen Landesmuseums Trier werden zwei Menhire auf der Gemarkung von Bescheid erwähnt, wobei der Menhir von Bescheid der bekanntere und besser dokumentierte der beiden ist. Die wissenschaftliche Fachliteratur bezieht sich wiederholt auf diesen Stein, was seine Bedeutung innerhalb der regionalen Urgeschichte unterstreicht. Seine Lage direkt an einer wichtigen Verkehrsader verdeutlicht, dass dieser Ort bereits in früher Zeit von Bedeutung war – sowohl als Wegmarke als auch als möglicher ritueller Ort.
Etwa einen Kilometer nördlich des Menhirs wird in Berichten gelegentlich ein zweiter, ähnlicher Stein erwähnt, dessen heutiger Standort jedoch unklar ist. Ob dieser zweite Stein noch existiert oder verschwunden ist, bleibt ungeklärt. Der Menhir von Bescheid selbst ist gut erhalten und steht unter Denkmalschutz. Seine Funktion als Grenzstein verdeutlicht, dass der Stein auch im späteren Mittelalter weiterhin als Orientierungspunkt genutzt wurde.
Die exakte Entstehungszeit des Menhirs ist nicht datierbar, doch archäologische Funde in der näheren Umgebung legen eine Entstehung in der Jungsteinzeit oder Bronzezeit nahe. Damit gehört er zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Kultur in der Region. Der Stein trägt keine Inschriften oder Ornamente, sein schlichter Charakter entspricht jedoch dem typischen Erscheinungsbild anderer Menhire aus dieser Epoche. Seine markante Stellung im Landschaftsbild macht ihn zu einem markanten Bezugspunkt für Wanderer und Interessierte der Regionalgeschichte.