Kirche/Kloster

Christus König

Käthe-Kollwitz-Straße 11, 03222 Luckau

Highlights

  • Die Christus-König-Kirche in Luckau wurde 1935 erbaut und am 20. Juni desselben Jahres geweiht.
  • Das Dominikanerkloster in Luckau, 1291 gegründet, gehörte einst zum Bistum Meißen und prägte die katholische Geschichte der Region.
  • Die Kirche entstand für Heimatvertriebene nach 1945 und ist Teil der katholischen Tradition seit der Christianisierung der Niederlausitz im 10. Jahrhundert.

Tipps

  • Ein barockes Silberrelief mit Vergoldungen ziert die Kirche und dient als prächtige Monstranz für liturgische Feiern.
  • Die Kirche bietet Raum für spirituelle Andachten, darunter die Möglichkeit, den Barmherzigen Rosenkranz zu beten oder das Bild des Barmherzigen Jesus zu verehren.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Luckau: Christus König

Die katholische Kirche Christus König in Luckau ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk der Region und ein zentraler Ort für die katholische Gemeinde in der Niederlausitz. Die Kirche entstand in den 1930er-Jahren als Ausdruck des wachsenden katholischen Lebens in einer bis dahin überwiegend protestantisch geprägten Gegend. Besonders die Zuwanderung von Glasmachern, Handwerkern und Kaufleuten aus Schlesien, der Grafschaft Glatz und Westfalen nach der Reformation trug zur Entstehung einer katholischen Gemeinschaft bei. Ursprünglich fanden Gottesdienste in einfachen Räumlichkeiten statt, etwa in einem Gasthaus oder im evangelischen Heilig-Geist-Hospital in Lübben, bevor mit der Zeit eine eigene Kirche entstand.

Die heutige Kirche wurde 1935 fertiggestellt und am 20. Juni desselben Jahres eingeweiht. Ihr Bau markierte einen wichtigen Schritt für die katholische Präsenz in der Region, die zuvor nur durch gelegentliche Messfeiern – etwa von Priestern aus Neuzelle – gestützt wurde. Die Architektur und Ausstattung spiegeln den Geist der Zeit wider: Neben dem Hauptbau wurde ein Blockhaus als Pfarrheim errichtet, und die Kirche erhielt eine prächtige Ausstattung, darunter ein großes Holzkreuz mit einer Christusfigur, flankiert von den vier Evangelisten, einer Marien- und einer Josefsfigur. Diese Kunstwerke stammen vom Cottbuser Holzbildhauer Felix Hertelt und verleihen dem Gotteshaus eine besondere spirituelle Atmosphäre.

Ein besonderes Merkmal der Kirche ist ihre barocke Monstranz aus Silber, teilweise vergoldet, die als kostbares Relikt den liturgischen Schatz der Gemeinde bereichert. Die Kirche Christus König steht heute unter der Leitung von Pfarrer Bronislaw Marecik, der seit 2009 die Seelsorge übernimmt. Sie ist nicht nur ein Ort der Verehrung, sondern auch ein Symbol für die lebendige Tradition des katholischen Glaubens in der Niederlausitz, die sich über Jahrhunderte hinweg behauptet hat – von den Anfängen der Christianisierung im 10. Jahrhundert bis hin zur heutigen Zeit.

Für Besucher und Gläubige bietet die Kirche eine ruhige Oase der Andacht, geprägt von historischer Tiefe und künstlerischem Wert. Die positive Resonanz in Bewertungen unterstreicht ihren Stellenwert als Ort der Begegnung mit dem Glauben. Besonders bekannt ist hier auch das Bild des „Barmherzigen Jesus“, das in vielen Kirchen verbreitet ist und das Gebet des Barmherzigkeits-Rosenkranzes fördert. Die Kirche verbindet thus historische Wurzeln mit zeitgemäßer Spiritualität und bleibt ein wichtiger Bezugspunkt für die katholische Gemeinschaft in Luckau und Umgebung.

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