Josef Wertheimer
Highlights
- Josef Ottenheimer, Kaufmann in Ludwigsburg, stellte 1938 ein Haus für die jüdische Gemeinde zur Verfügung.
- Das Haus in der Seestraße 75 diente nach der Zerstörung der Synagoge 1938 als Gotteshaus und Zufluchtsort.
- Ottenheimer starb vermutlich 1941 im Ghetto Riga, nachdem er und seine Familie aus Ludwigsburg deportiert worden waren.
Tipps
- Das ehemalige Gemeindehaus in der Hohenzollernstraße 3 ist ein geschichtsträchtiger Ort, der während der NS-Zeit als Treffpunkt und Unterkunft für jüdische Bürger diente.
- Heute erinnert eine Gedenktafel vor dem Gebäude an die jüdische Geschichte Ludwigsburgs und die Ereignisse des Novemberpogroms 1938.
- In der Nähe gelegene Friedhöfe bieten sich als ruhige Orte zum Spazierengehen und Nachdenken an.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Josef Wertheimer in Ludwigsburg entdecken
Der Gedenkort Josef Wertheimer in Ludwigsburg erinnert an das Schicksal eines jüdischen Kaufmanns und seiner Familie, das eng mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Stadt verbunden ist. Das ehemalige Gemeindehaus in der Seestraße (heute Hohenzollernstraße) spielte während der NS-Zeit eine tragende Rolle für die jüdische Bevölkerung. Es diente nicht nur als Treffpunkt, sondern auch als Ort für Gottesdienste und Zusammenkünfte, insbesondere nach der Zerstörung der Ludwigsburger Synagoge während des Novemberpogroms 1938. Die Räumlichkeiten boten zudem vorübergehend Unterkunft für jüdische Bürger, die aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung ihre Wohnungen verlassen mussten.
Josef Wertheimer, Sohn einer jüdischen Familie, wurde 1882 in Ludwigsburg geboren und betrieb dort erfolgreich ein Kaufmannsgeschäft. Zusammen mit seiner Ehefrau Mina und seinen beiden Söhnen lebte er in der Stadt, bis die nationalsozialistischen Machenschaften das Leben der jüdischen Bevölkerung zunehmend unmöglich machten. Josef Wertheimer selbst wurde im Jahr 1941 vermutlich im Ghetto Riga in Lettland ermordet. Sein Schicksal ist exemplarisch für das Leid vieler Familien, die während des Holocausts deportiert und ermordet wurden. Das Gebäude, das einst von seiner Familie zur Verfügung gestellt worden war, wurde später von der Stadt erworben und umgebaut.
Heute erinnert der Gedenkort an diese dunkle Zeit der Stadtgeschichte und mahnt zur Aufarbeitung der Vergangenheit. Die Gedenkstätte liegt in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und lädt zur Reflexion und zum Gedenken ein. Besucher*innen finden hier einen würdevollen Ort der Erinnerung, der die Opfer des Nationalsozialismus nicht vergessen lässt. Der städtische Umgang mit diesem Ort unterstreicht die Bedeutung der Erinnerungskultur und des Respekts vor der Geschichte Ludwigsburgs. Die Anlage wird regelmäßig gepflegt und bietet einen ruhigen Rahmen für Spaziergänge und persönliche Gedenkakte.
Der Gedenkort Josef Wertheimer steht symbolisch für die jüdische Gemeinde Ludwigsburg und ihre Vertreibung durch das NS-Regime. Mit seiner Gedenkstätte ehrt die Stadt nicht nur das Andenken an Josef Wertheimer und seine Familie, sondern auch an alle jüdischen Bürger, die einst hier lebten, wirkten und letztlich verfolgt wurden. Der Ort dient als Mahnung und Erinnerung für kommende Generationen und ist Teil der kulturellen und historischen Identität Ludwigsburgs im Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg.
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Häufige Fragen zu Josef Wertheimer
Wer war Josef Ottenheimer in Ludwigsburg?
Quelle: wikipedia
Was geschah mit dem Haus von Josef Ottenheimer in der Seestraße 75?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielte Josef Ottenheimer während der NS-Zeit?
Quelle: wikipedia
Was ist aus Josef Ottenheimer nach 1941 geworden?
Quelle: wikipedia