Brömserhof
Highlights
- Der Brömserhof ist ein spätbarockes Palais im Aegidienviertel von Lübeck.
- Das Grundstück wurde erstmals 1291 urkundlich erwähnt und war Sitz patrizischer Familien.
- Das heute sichtbare Gebäude entstand um 1745, Teile des Kellers stammen aus dem 13./14. Jahrhundert.
Tipps
- Das spätbarocke Palais liegt zurückgesetzt hinter einem Eisenzaun und vermittelt den Eindruck eines Corps de Logis mit Ehrenhof.
- Das Mansarddach mit klassizistischem Giebel überragt das Gebäude, das 1745 erbaut wurde.
- Der Name Brömserhof geht auf die Familie Brömse zurück, die das Grundstück im 17. Jahrhundert bewohnte.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Brömserhof Lübeck
Der Brömserhof in Lübeck ist ein kleines, denkmalgeschütztes Palais des Spätbarock und zählt zu den kulturhistorischen Highlights der Innenstadt. Gelegen im traditionsreichen Aegidienviertel der Lübecker Altstadt, beeindruckt das Gebäude durch seine zurückhaltende Eleganz und sein städtebauliches Konzept. Ursprünglich bestand das Grundstück aus zwei mittelalterlichen Parzellen, die bereits im Jahr 1291 urkundlich erwähnt wurden. Anfang des 14. Jahrhunderts gelangte es in den Besitz der einflussreichen Lübecker Patrizierfamilie Vorrade, bevor es im Laufe der Jahrhunderte an verschiedene Adels- und Ratsfamilien überging, darunter die von Calven, Brömse, Gloxin und Lüneburg. Der Name „Brömserhof“ etablierte sich im 17. Jahrhundert.
Das heute sichtbare Gebäude entstand Mitte des 18. Jahrhunderts und zeigt deutliche Merkmale des Spätbarock mit klassizistischen Einflüssen. Es ist traufständig und verfügt über ein siebenachsiges Konzept, das durch einen zurückgesetzten Vorplatz und einen hohen Eisenzaun vom Straßenraum abgegrenzt wird. Diese Anlage vermittelt den Eindruck eines Corps de Logis mit einem Ehrenhof – eine für Lübeck ungewöhnliche städtebauliche Lösung. Das Mansarddach wurde mit Holz gedeckt, das dendrochronologisch auf den Winter 1744/45 datiert werden konnte. Obwohl der Großteil des Gebäudes aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt, sind im Westgiebel und im Keller noch erhaltene Bauteile aus dem 13. und 14. Jahrhundert zu finden.
Das Innere des Brömserhofs beherbergt wertvolle barocke und rokokozeitliche Ausstattungselemente, darunter eine originale Treppenanlage über drei Geschosse sowie Stuckdecken und Holztäfelungen. Im Erdgeschoss ist ein Rokoko-Saal erhalten, der den damaligen Repräsentationsanspruch widerspiegelt. Im Zuge seiner Nutzungsgeschichte wurde das Gebäude mehrfach umgebaut, zuletzt im späten 19. und 20. Jahrhundert. Die entscheidenden Bau- und Gestaltungsmaßnahmen des 18. Jahrhunderts gehen auf die Freiherrn von Albedyll zurück, die das Anwesen nach einer Erbbauregelung nutzen konnten, obwohl Adelige eigentlich kein städtisches Eigentum erwerben durften.
Auf dem Grundstück selbst befindet sich zudem eine erhaltene Budenreihe aus dem 15. Jahrhundert, die Zeugnis von der Nutzung des Areals als landwirtschaftlicher Wirtschaftshof in der Spätmittelalterzeit. Diese Reihe unterstreicht den Wandel des Brömserhofs vom städtischen Ackerland hin zu einem repräsentativen Bürgerhaus. Heute steht das Ensemble unter Denkmalschutz und erinnert eindrucksvoll an die wechselvolle Geschichte eines der interessantesten Privatgrundstücke im Herzen Lübecks.
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Häufige Fragen zu Brömserhof
Was ist der Brömserhof in Lübeck?
Quelle: wikipedia
Wann wurde der Brömserhof erbaut?
Quelle: wikipedia
Welche architektonischen Besonderheiten hat der Brömserhof?
Quelle: wikipedia
Wer waren frühere Besitzer des Brömserhofs?
Quelle: wikipedia