Burgkloster
Highlights
- Das Burgkloster in Lübeck wurde 1229 als Dominikanerkloster errichtet und trägt den Namen Maria-Magdalenen-Kloster.
- An seiner Stelle stand früher die landesherrliche Burg Bucu, später residierte hier Statthalter Albrecht von Orlamünde.
- Nach der Reformation 1531 wurde das Kloster aufgelöst und das Gebäude als Armenhaus genutzt.
Tipps
- Eintritt nur bargeldlos möglich, daher EC-Karte mitnehmen
- Führung nur mit Voranmeldung buchbar, spontaner Besuch eingeschränkt
- Parkplätze in der Umgebung begrenzt, frühzeitige Anreise empfohlen
Eigenschaften
Eine sehenswerte Burganlage in Lübeck-Burgkloster entdecken
Das Burgkloster in Lübeck, ursprünglich als „Maria-Magdalenen-Kloster“ bekannt, zählt zu den bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten der Hansestadt. Es liegt im Norden der Lübecker Altstadt, zwischen dem Burgtor und dem Koberg, und ist ein ehemaliges Dominikanerkloster, das eng mit der Stadtgeschichte verbunden ist. Heute bezeugt es nicht nur den Wandel der Stadt von der mittelalterlichen Freiheit bis zur Reformationszeit, sondern ist auch ein beeindruckendes Beispiel für Backsteingotik in Schleswig-Holstein.
Die Geschichte des Burgklosters beginnt bereits im frühen Mittelalter mit der slawischen Burg Bucu, die an dieser strategisch wichtigen Stelle stand. Im Jahr 1143 entstand hier vermutlich unter den Schauenburger Grafen eine landesherrliche Burg. Nach der Eroberung durch die Dänen im Jahr 1201 diente die Burg als Residenz des Statthalters Albrecht von Orlamünde. Doch 1227 gelang es den Lübeckern, sich die Reichsfreiheit zu sichern und die Burg niederzureißen, um die eigene Unabhängigkeit zu festigen. An ihrer Stelle errichteten sie kurze Zeit später das Dominikanerkloster, das 1229 offiziell dem Orden übergeben wurde.
Der Name des Klosters erinnert an den Sieg der Lübecker über die Dänen in der Schlacht von Bornhöved am 22. Juli 1227 – Maria Magdalenas Tag. Dieser Sieg wurde als göttliche Fügung gewertet, weshalb das neue Kloster diesem Ereignis und der Heiligen gedacht war. Nach einem Stadtbrand im Jahr 1282 wurde das gesamte Klosterensemble neu erbaut, darunter auch die Klosterkirche St. Maria-Magdalenen. Diese Backsteingotik-Basilika wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert, unter anderem erhielt sie um 1400 einen prächtigen dreischiffigen Hallenchor mit einer repräsentativen Schaufassade zur Burgstraße.
Im Zuge der Reformation 1531 wurde das Kloster aufgelöst. Das Gebäude diente fortan als Armenhaus, während die Kirche evangelisch weitergenutzt wurde, ohne jedoch Pfarrkirche zu sein. Die ehemaligen Seitenkapellen wurden von verschiedenen städtischen Ämtern genutzt oder als Grabkapellen angelegt.
Besonders hervorzuheben ist die Rolle des Burgklosters als geistiges Zentrum: Hermann Korner, Lesemeister des Klosters, verfasste die Chronica novella, eine wichtige Quelle zur Geschichte der Stadt. Auch Hermann von Sina, möglicher Verfasser des Prologus Arminensis, wirkte hier als Lesemeister. Heute ist das Burgkloster ein eindrucksvolles Zeugnis der Vergangenheit und zieht mit seiner architektonischen Schönheit und historischen Bedeutung zahlreiche Besucher an. Die ehemalige Klosterkirche und das umliegende Gelände laden dazu ein, die Atmosphäre der mittelalterlichen Stadt Lübeck zu erleben. Mit einem Bewertungsschnitt von 4,40 von 5 Sternen bei über 1300 Bewertungen gehört es zu den besonders gut bewerteten Sehenswürdigkeiten der Region.
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Häufige Fragen zu Burgkloster
Wo befindet sich das Burgkloster in Lübeck?
Quelle: wikipedia
Was war an der Stelle des Burgklosters vorher?
Quelle: wikipedia
Warum wurde das Burgkloster gegründet?
Quelle: wikipedia
Welchen Namen trug das Burgkloster ursprünglich?
Quelle: wikipedia