Denkmal/Gedenkstätte

Lübeck-Segeberger Eisenbahn

23556 Lübeck

Highlights

  • Die Lübeck-Segeberger Eisenbahn (LSE) war eine 29 km lange normalspurige Kleinbahn in Schleswig-Holstein.
  • Sie verband Lübeck mit Bad Segeberg und umliegenden ländlichen Gebieten im Nordosten des Kreises Segeberg.
  • Der Bau begann 1913, die Strecke wurde 1916 in drei Abschnitten eröffnet, nach Verzögerungen durch den Ersten Weltkrieg.

Tipps

  • Die ehemalige Lübeck-Segeberger Eisenbahn war eine normalspurige Kleinbahn und verband Lübeck mit Segeberg.
  • Interessierte können sich über die historische Streckenführung und den Bau der Bahn im Regionalmuseum informieren.
  • Ein Abschnitt der ehemaligen Trasse ist heute als Wanderweg ausgebaut und lädt zu einer historischen Erkundungstour ein.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Lübeck Segeberger Eisenbahn

Die Lübeck-Segeberger Eisenbahn (LSE) war eine bedeutende normalspurige Kleinbahn in Schleswig-Holstein, die den ländlichen Raum im Nordosten des Kreises Segeberg mit der Kreisstadt Bad Segeberg sowie der Hansestadt Lübeck verband. Die rund 29 Kilometer lange Strecke wurde in mehreren Abschnitten eröffnet und spielte eine wichtige Rolle bei der regionalen Verkehrsanbindung. Die Eisenbahnlinie entstand nach langwierigen Planungen und Verhandlungen, da die zuständige Königliche Eisenbahndirektion Altona anfangs Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das bestehende Eisenbahnnetz hatte. Erst nach mehreren Jahren der Auseinandersetzung und militärischen sowie politischen Einflüssen wurde die Genehmigung für den Bau einer Normalspurbahn erteilt.

Die Gründung der Lübeck-Segeberger Eisenbahn AG erfolgte im Jahr 1913 mit einem Stammkapital von rund 1,8 Millionen Mark. Der Bau verzögerte sich jedoch aufgrund des Ersten Weltkriegs und schwieriger Geländebedingungen. Dennoch konnten erste Teilstrecken bereits 1916 in Betrieb genommen werden, ehe die vollständige Strecke im Dezember desselben Jahres eröffnet wurde. Die Baukosten überstiegen letztendlich das ursprüngliche Budget um rund 200.000 Mark. Die Betriebsführung übernahm von Anfang an die Lübeck-Büchener Eisenbahn, die später nach der Verstaatlichung durch die Deutsche Reichsbahn und später die Deutsche Bundesbahn ablöste.

Während des Betriebs verkehrten täglich drei Zugpaare, wobei der Personen- und Güterverkehr anfangs nur mäßig genutzt wurde. Um die Mitte der 1930er Jahre stieg die Fahrgastzahl jedoch deutlich an, unter anderem durch den Einsatz eines eigenen Triebwagens mit Gepäckanhänger, der 1934 in Dienst gestellt wurde. Dieses Fahrzeug sorgte für eine Beschleunigung des Verkehrs und trug zur Steigerung der Passagierzahlen bei. Zu ihrem Höhepunkt transportierte die Bahn jährlich rund 120.000 Fahrgäste sowie mehrere tausend Tonnen Güter. Der Triebwageneinsatz endete jedoch mit Beginn des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939.

Die Lübeck-Segeberger Eisenbahn steht heute als ein geschichtsträchtiges Verkehrsmittel und Denkmal der Regionalgeschichte im Fokus von Kultur- und Technikinteressierten. Sie symbolisiert die Bemühungen der frühen 20. Jahrhunderts, ländliche Regionen besser an städtische Zentren anzubinden. Mit einer Bewertung von durchschnittlich 4 von 5 Sternen bei über 1300 Bewertungen wird der historische Wert der Eisenbahnlinie von Besuchern geschätzt. Die Strecke durchquert landschaftlich reizvolle Gebiete und verbindet wichtige kulturelle Standorte, weshalb sie sich besonders für Ausflüge in der Region eignet.

Bewertungen

4,0 (2.696) 4.0 aus 2696 Bewertungen (Landbummel + Google kombiniert)

Auf Google

4,0 (1.348) 4.0 · 1348 Bewertungen auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Gastronomie in der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…