Pomertstein
Highlights
- Der Pomertstein ist ein spätgotischer Kreuzstein aus dem 15. Jahrhundert südlich von Herrnburg (Lüdersdorf) und erinnert an den 1466 verstorbenen Reisenden Hinric Pomert.
- Der Stein markiert einen mittelalterlichen Pilgerweg von Lübeck nach Wilsnack und trägt eine lateinische Inschrift mit Todesdatum und Grabmal des Dekans aus Hamburg.
- Möglicherweise als Sühnestein diente der Stein ursprünglich als Gedenkmal für einen hier ums Leben gekommenen Pilger oder Reisenden.
Tipps
- Der Pomertstein befindet sich im Forst südlich von Herrnburg entlang der Straße nach Schattin und liegt direkt am historischen Pilgerweg von Lübeck nach Wilsnack.
- Am Stein ist eine lateinische Inschrift in gotischer Minuskel aus dem Jahr 1466 eingemeißelt, die den Tod des Reisenden Hinric Pomert beschreibt und seinen Sohn als Stifter nennt.
- Die Umgebung des Denkmals bietet eine ruhige Atmosphäre für einen kurzen Spaziergang durch den Wald mit historischer Bedeutung und landschaftlicher Schönheit.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Pomertstein in Lüdersdorf entdecken
Der Pomertstein in Lüdersdorf, genauer südlich des Ortsteils Herrnburg, zählt zu den faszinierenden spätgotischen Denkmälern im Landkreis Nordwestmecklenburg. Als mittelalterlicher Gedenkstein erinnert er an eine tragische Begebenheit und ist heute ein bedeutendes Zeugnis regionaler Geschichte. Eingebettet in den Forst nahe der Straße nach Schattin, liegt er an einem historischen Pilgerweg, der einst von Lübeck nach Wilsnack führte – ein Hinweis auf die kulturelle und religiöse Bedeutung der Region.
Der Stein selbst ist ein Kreuzstein, der mit einer lateinischen Inschrift in gotischer Minuskel versehen ist. Diese erinnert an den Tod des Reisenden Hinric Pomert am 17. August des Jahres 1466. Die Inschrift lautet: *„Anno domini 1466 die xvii augusti obiit hic Hinric Pomert dum peregre vadit“* („Im Jahre des Herrn 1466 starb hier Hinric Pomert, während er auf Reisen war“). Sein Sohn, ein Dekan in Hamburg, ließ den Stein als Denkmal errichten – ein Beweis für die tiefe Verbundenheit der Familie mit dem Ort.
Obwohl die genaue Ursache seines Todes nicht überliefert ist, wird der Stein oft als Sühnestein interpretiert. Solche Denkmäler dienten im Mittelalter dazu, an tragische Ereignisse zu erinnern oder als Mahnmal für Reisende, die auf ihren Wegen umkamen. Der Pomertstein steht somit nicht nur als historisches Denkmal, sondern auch als stummer Zeuge der mittelalterlichen Pilger- und Handelsrouten in der Region.
Als Teil des kulturellen Erbes Lüdersdorfs bietet der Pomertstein Besuchern die Möglichkeit, sich mit der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns zu beschäftigen. Sein gotischer Stil und die lateinische Inschrift machen ihn zu einem besonderen Ort für Geschichtsinteressierte und Wanderer, die die ruhige Umgebung des Forstes genießen. Trotz seiner bescheidenen Größe wirkt der Stein durch seine historische Bedeutung und die mystische Aura des Ortes nachhaltig.
Der Pomertstein ist somit mehr als nur ein Stein – er ist ein Stück lebendige Geschichte, das an die Menschen erinnert, die einst diese Wege durchquerten, und die Traditionen bewahrt, die die Region über Jahrhunderte prägten. Für alle, die sich für mittelalterliche Denkmäler und regionale Kultur begeistern, ist er ein lohnenswertes Ziel.