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Kalkberg
Highlights
- Der Kalkberg ist ein Gipshügel im Lüneburger Stadtteil Weststadt und zählt als naturräumliche Singularität des Lüneburger Beckens.
- Auf dem Kalkberg stand vom 10. Jahrhundert bis 1371 eine Burg, von der aus das Fürstentum Lüneburg-Braunschweig regiert wurde.
Tipps
- Bei gutem Wetter lohnt sich der Aufstieg, da man einen weiten Blick über Lüneburg und die Umgebung hat.
- Der Kalkberg ist über zahlreiche Stufen zu erreichen, der Weg lohnt sich wegen der besonderen Vegetation und des Geländes.
- Auf halber Höhe steht ein Obelisk, der an die ehemalige Garnisonskirche und ihre begrabenen Soldaten erinnert.
Eigenschaften
Ausflug Natur Park Kalkberg in Lüneburg
Der Kalkberg in Lüneburg ist ein ehemaliger Gipshügel im Stadtteil Weststadt und zählt heute zu den besonders schützenswerten Naturschutzgebieten Niedersachsens. Mit einer Höhe von 56,3 Metern über Normalnull bietet er einen der schönsten Panoramablicke über die Stadt und das angrenzende Umland. Die Besonderheit des Kalkbergs liegt nicht nur in seiner landschaftlichen Dominanz, sondern auch in seiner geologischen Eigenart: Er besteht aus Gips, der vor Millionen von Jahren aus Sedimenten des Zechsteinmeeres entstand. Durch tektonische Bewegungen und Auslaugung durch das Grundwasser blieben an der Oberfläche besonders widerstandsfähige Schichten zurück, darunter der Gips, der den Kalkberg bildet.
Historisch von großer Bedeutung, thronte einst die Hliuniburg auf dem Kalkberg, eine Burg, die im 10. Jahrhundert von Hermann Billung errichtet wurde und bis ins späte Mittelalter Bestand hatte. Im Zuge des Lüneburger Erbfolgekriegs wurde sie zerstört. Später errichtete man auf halber Höhe des Berges eine Garnisonskirche, die 1783 aufgrund von Bauschäden abgerissen wurde. Ein Obelisk erinnert noch heute an diesen Ort und trägt eine Inschrift zu Ehren der in der Kirche begrabenen Soldaten. Im 19. Jahrhundert diente der Fuße des Kalkbergs als Standort einer Kettenstrafanstalt, deren Häftlinge unter anderem mit der Gipsabbauarbeit beschäftigt waren. Eine historische Alarmkanone, installiert, um bei Fluchtversuchen zu warnen, ist noch heute auf dem Gelände zu sehen.
Heute ist der Kalkberg vor allem ein beliebtes Ausflugsziel für Natur- und Geschichtsinteressierte. Zahlreiche Besucher schätzen den Berg wegen seiner abwechslungsreichen Vegetation und der ruhigen Atmosphäre. Das Gelände war bereits 1932 eines der ersten Naturschutzgebiete Deutschlands, initiiert durch den Lüneburger Baurat Eduard Schlöbcke. Auf einer Fläche von nur 3,6 Hektar siedelten sich rund 180 Arten von Blütenpflanzen an, darunter viele wärme- und lichtliebende Arten, die sonst eher im südlichen Mitteleuropa vorkommen. Die steilen Felswände bieten Lebensraum für Trockenrasenpflanzen und beherbergen gelegentlich auch Fledermäuse in kleinen Höhlen. Am Fuße des Berges befindet sich zudem das sogenannte Schlöbcke-Brunnenhaus, das an den Initiator des Naturschutzes erinnert.
Der Weg zum Gipfel führt über mehrere Stufen, lohnt sich jedoch durch den beeindruckenden Ausblick. Besonders am Abend ziehen Besucher den Kalkberg an, um den Sonnenuntergang über Lüneburgs historischer Altstadt zu erleben. Die besondere landschaftliche und geologische Stellung des Kalkbergs im Lüneburger Becken macht ihn zu einem einzigartigen Naturraum, der sowohl für Spaziergänge als auch für naturkundliche Entdeckungen einlädt. Mit seinem hohen Erholungswert und seiner geschichtsträchtigen Vergangenheit ist der Kalkberg ein lohnendes Ziel für Jung und Alt.
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Häufige Fragen zu Kalkberg
Was ist der Kalkberg in Lüneburg?
Quelle: wikipedia
Welche historische Bedeutung hat der Kalkberg?
Quelle: wikipedia
Was befindet sich heute auf dem Kalkberg?
Quelle: wikipedia
Warum ist der Kalkberg ein Naturschutzgebiet?
Quelle: wikipedia