Planet Harburg
Highlights
- „Planet Harburg“ eröffnet 2025 als Museum für Lokalgeschichte mit Sonderausstellungen zu Harburgs Entwicklung bis 1937.
- Rollstuhlgerechter Zugang und WC ermöglichen barrierefreien Besuch des Museums mit historischen Fotos und Dokumenten.
- Die Sammlung umfasst über 1,5 Mio. archäologische Objekte Norddeutschlands und Schätze aus aller Welt seit 120 Jahren.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellung.
- Historische Fotoglasplatten bieten authentische Einblicke in das Alltagsleben einer Harburger Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
- Die Sonderausstellung zur jüdischen Geschichte Harburgs zeigt archäologisch entdeckte Dokumente aus einem alten Schulgebäude.
Eigenschaften
Kultur & Museum in Harburg: Planet Harburg entdecken
Der Planet Harburg ist das Museum für Lokalgeschichte in Harburg und bietet einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung der bis 1937 selbstständigen Stadt. Seit seiner Eröffnung im Februar 2025 präsentiert das Haus wechselnde Sonderausstellungen, die historische Fotos, Dokumente und persönliche Geschichten aus Harburgs Vergangenheit lebendig werden lassen. Besonders beeindruckend ist die Stadtansicht aus dem Jahr 1654, die Besucher direkt in die Vergangenheit entführt.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der jüdischen Geschichte Harburgs, die bis ins Jahr 1610 zurückreicht. Bei Bauarbeiten an einem alten Schulgebäude wurden kürzlich restaurierte Fotoglasplatten entdeckt, die erstmals Einblicke in das Leben einer Harburger Familie um 1900 gewähren. Diese einzigartigen Funde ergänzen die Ausstellung und zeigen die Vielfalt der regionalen Kultur.
Die Ausstellungen spiegeln auch die industriellen und urbanen Veränderungen wider, etwa durch historische Luftbilder von Harburgs Entwicklung seit dem frühen 20. Jahrhundert. Die Lüneburger Straße als historische Achse wird durch Archivfotos der 1970er-Jahre lebendig, die den Wandel der Stadt in einer Zeit des Umbruchs dokumentieren. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Künstler Carl Ihrke, dessen Linolschnitte das Spannungsfeld zwischen Fachwerktradition und Industriekultur einfängt.
Der Planet Harburg verbindet lokale Geschichte mit archäologischer Forschung: Als Archäologisches Landesmuseum beherbergt er eine der größten Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte Norddeutschlands. Neben Funden aus der Region gibt es auch internationale Schätze, die im Zuge der Museumsgeschichte gesammelt wurden. Besonders hervorzuheben ist die Schützensilbersammlung der „Harburger Schützengilde von 1528“, darunter historische Königsschilde aus dem 16. Jahrhundert.
Das Museum setzt auf interaktive Vermittlung: Für Kinder und Erwachsene gibt es Führungen, Workshops und Exkursionen zu Bodendenkmälern in der Umgebung. Auch Sonderprogramme wie Höhlen-Nachbauten oder thematische Stadtführungen machen den Besuch zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Mit einem rollstuhlgerechten Zugang und barrierefreien Sanitäranlagen ist das Haus für alle Besucher zugänglich.