Museum

Schwedenstein "Gustav II. Adolf"

Gustav-Adolf-Straße 42, 06686 Lützen

Highlights

  • Das Gustav-Adolf-Denkmal in Lützen erinnert an den schwedischen König Gustav II. Adolf, der 1632 in der Schlacht bei Lützen fiel.
  • 1837 wurde der Granitfindling mit einem gusseisernen Baldachin von Karl Friedrich Schinkel überdacht.

Tipps

  • Besucher sollten den Audioguide nutzen, um detaillierte Einblicke in die Geschichte der Gedenkstätte zu erhalten.
  • Das Museum 1632 direkt nebenan bietet archäologische Funde und Hintergründe zur Schlacht von Lützen.
  • Die Gustav-Adolf-Kapelle und die beiden Schwedenhäuser sind sehenswerte Ergänzungen zum Denkmalensemble.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schwedenstein "Gustav II. Adolf"

Die Gedenkstätte Schwedenstein „Gustav II. Adolf“ in Lützen erinnert an den schwedischen König Gustav Adolf, der während der Schlacht von Lützen im Jahr 1632 im Dreißigjährigen Krieg fiel. Ursprünglich bestand die Gedenkstätte aus einem Granitfindling an der Stelle, an der sein Leichnam geborgen wurde. 1837 wurde dieser Stein durch einen von Karl Friedrich Schinkel entworfenen gusseisernen Baldachin überdacht, der bis heute das zentrale Element des Denkmals bildet. Die monumentale Gestaltung entstand im Zuge des preußischen Engagements zum 200. Todestag des Königs.

Im Laufe der Zeit erhielt die Gedenkstätte weitere bauliche Ergänzungen, darunter eine Kapelle, die von schwedischen Stiftungen initiiert wurde. Zwei typische Holzhäuser aus der schwedischen Region Dalarna wurden in den 1930er Jahren hinzugefügt und beherbergen heute ein kleines Museum. Diese Einrichtung dokumentiert nicht nur die historischen Ereignisse um Gustav Adolf, sondern zeigt auch die anhaltende Verbindung zwischen Schweden und der Region. Die Stiftelsen Lützenfonden mit Sitz in Göteborg hat maßgeblich zur Pflege und zum Erhalt der Anlage beigetragen, zunächst gemeinsam mit der DDR und seit den 1990er Jahren in Kooperation mit der Stadt Lützen.

Die Gedenkstätte ist heute Teil des Museums Lützen 1632, das sich mit den Auswirkungen von Krieg und Gewalt auseinandersetzt. Während das Hauptmuseum den namenlosen Opfern der Novemberrevolution von 1918 gewidmet ist, steht die Gustav-Adolf-Gedenkstätte für das Gedenken an eine historische Persönlichkeit und das Mahnen vor den Folgen von bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Stätte wird jährlich am Todestag des Königs am 6. November durch eine Gedenkfeier begangen. Die Ausstellung in den Schwedenhäusern sowie der Audioguide im Museum bieten vertiefende Einblicke in die Geschichte des Ortes und die Bedeutung der Schlacht von Lützen.

Das Ensemble aus Denkmal, Kapelle und Museum gilt als eine der bedeutendsten kulturhistorischen Stätten in der Region. Es wird regelmäßig von Besucherinnen und Besuchern aufgesucht, die sich für die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges sowie für die deutsche-schwedischen Beziehungen interessieren. Die Gedenkstätte vermittelt sowohl architektonisch als auch inhaltlich einen eindrucksvollen Zugang zur Erinnerungskultur und zur friedenspolitischen Bedeutung des Ortes Lützen.

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