Museum

Capa-Haus mit Ausstellung "War is over - Robert Capa in Leipzig"

Jahnallee 61, 04177 Leipzig-Alt-West

Highlights

  • Im Capa-Haus (Jahnallee 61, Alt-West) entstand Capas ikonische Serie ‚Last Man to Die‘ während der Leipziger Befreiung 1945.
  • Die Ausstellung ‚War is Over‘ zeigt Capas Pionierarbeit in der Kriegsfotografie und die historische Bedeutung Leipzigs 1945.
  • Dauerausstellung mit interaktiver Karte ‚Wege der Befreiung‘ zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus.

Tipps

  • Die Dauerausstellung ‚War is Over‘ thematisiert die Entstehung der ikonischen Fotoserie ‚Last Man to Die‘ in Leipzig und zeigt deren Bedeutung für die Kriegsfotografie.
  • Ein interaktives Kartenprojekt ergänzende die Ausstellung und bietet Einblicke in historische Befreiungswege während des Zweiten Weltkriegs.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Capa-Haus Leipzig: Ausstellung „War is over“

Das Capa-Haus in Leipzig-Alt-West ist ein bedeutendes kulturelles und historisches Zentrum, das die legendäre Fotografie von Robert Capa und seiner Partnerin Gerda Taro ehrt. Das Gebäude an der Jahnallee beherbergt die Ausstellung *„War is Over – Robert Capa in Leipzig“*, die sich auf dessen berühmte Fotoserie *„Last Man to Die“* konzentriert – eine der prägendsten Dokumentationen des Spanischen Bürgerkriegs und ein Meilenstein der modernen Kriegsfotografie. Capas Aufnahmen aus Leipzig, entstanden während seiner Zeit als Kriegsreporter, zeigen die unmittelbare Brutalität des Krieges und wurden weltweit zu Symbolen des menschlichen Leidens.

Die Ausstellung verbindet Capas Werk mit der lokalen Geschichte Leipzigs, insbesondere mit der Befreiung 1945 vom Nationalsozialismus. Sie wurde vom Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig in Zusammenarbeit mit der Initiative Capa-Haus neu konzipiert und bietet einen tiefen Einblick in die fotografische Reportage und ihre gesellschaftliche Wirkung. Ergänzt wird die Präsentation durch die interaktive Karte *„Wege der Befreiung“* der CAPA Culture gGmbH, die historische Ereignisse und Perspektiven der Befreiung veranschaulicht. Das Capa-Haus dient damit als Ort der Erinnerung und des Dialogs über Krieg, Fotografie und die Rolle von Leipzig in diesen Prozessen.

Neben der Dauerausstellung bietet das Capa-Haus ein lebendiges Programm aus Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen und Workshops, das Besucher:innen zum Mitdenken und Austausch einlädt. Führungen durch das Haus vermitteln nicht nur die Geschichte von Capa und Taro, sondern auch die jüdische Geschichte Leipzigs sowie die Bedeutung des angrenzenden Felsenkellers – einer historischen Stätte der Arbeiterbewegung, in der einst Karl Liebknecht, Clara Zetkin und Rosa Luxemburg sprachen. Die Räumlichkeiten sind flexibel nutzbar, etwa für Veranstaltungen mit Catering oder moderierten Gesprächen, und stehen damit für eine offene Kulturlandschaft im Herzen von Alt-West.

Das Capa-Haus verbindet somit zwei zentrale Themen: die künstlerische Pionierleistung der Fotografie und die lokale Geschichte Leipzigs als Schauplatz von Widerstand, Befreiung und kultureller Vielfalt. Als Ort der Erinnerung und des künstlerischen Schaffens lädt es dazu ein, die Vergangenheit zu reflektieren und die Bedeutung von Dokumentation für die Gegenwart zu verstehen. Besonders durch seine Verbindung von Ausstellung, Bildung und öffentlichem Diskurs wird das Capa-Haus zu einem unverzichtbaren Anlaufpunkt für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte in Leipzig-Alt-West.

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