Neue Harth
Highlights
- Die Neue Harth ist ein auf ehemaligem Bergbau-Abraumgelände neu aufgeforstetes Mischwaldgebiet südlich von Markkleeberg.
- Das Gebiet wird in Ost-West-Richtung von der Autobahn A 38 durchschnitten und grenzt im Westen an den Zwenkauer und Cospudener See.
- Heute bietet die Neue Harth Naherholungsmöglichkeiten und verfügt über beschilderte Rundwege mit Informationen zur Geschichte und Natur.
Tipps
- Bei Besuchen der Neuen Harth lohnt sich ein Spaziergang oder Radfahren durch den Wald bis zum Cospudener See.
- Das Gelände eignet sich besonders für Pilzsuche, da hier vielfältige Arten vorkommen können.
- Auch ohne direkte Bewertung ist der neu aufgeforstete Mischwald ideal für Erholungssuchende.
Eigenschaften
Über Neue Harth
Die Neue Harth ist ein auf ehemaligem Bergbau-Abraumgelände entstandenes Waldgebiet südlich der Stadt Markkleeberg im Landkreis Leipzig, Sachsen. Ursprünglich Teil eines zusammenhängenden Waldareals, wurde das Gelände in der Zeit des Braunkohletagebaus weitgehend überbaggert. Nach Ende der Förderungsaktivitäten in den 1980er Jahren begann die systematische Aufforstung des Gebiets. Heute stellt die Neue Harth ein Naherholungsgebiet dar, das sowohl von Einheimischen als auch von Besuchern gerne für Wanderungen, Spaziergänge oder Radtouren genutzt wird.
Geografisch liegt die Neue Harth in den Gemarkungen der Städte Leipzig, Markkleeberg, Zwenkau und Böhlen. Im Norden grenzt sie an Markkleeberg, im Osten an die Stadtteile Großstädteln und Gaschwitz sowie Großdeuben, im Süden verläuft in etwa die Bundesstraße 2, während im Westen der Zwenkauer und der Cospudener See das Gebiet begrenzen. Die Autobahn A 38 durchquert das Gelände in Ost-West-Richtung, westlich des Vergnügungsparks Belantis ist eine Abfahrt nach Leipzig-Neue Harth vorhanden.
Die Geschichte der Neuen Harth ist eng mit der regionalen Bergbaugeschichte verknüpft. Ursprünglich ein beliebtes Ausflugsziel der Leipziger Bevölkerung, wurde die ursprüngliche Harth in den Jahren des Braunkohletagebaus vollständig überbaggert. Siedlungen und Infrastruktur im Umfeld wurden dabei zerstört oder verschwanden. Mit Abschluss der Bergbauaktivitäten setzte die Renaturierung des Geländes ein. Die Aufforstung wurde zunächst in der DDR begonnen und später durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) fortgesetzt. Heute erstreckt sich der Wald über eine deutlich größere Fläche als das ursprüngliche Harth-Gelände und umfasst auch ehemalige landwirtschaftlich genutzte Bereiche.
Die Neue Harth bietet heute vielfältige Erholungsmöglichkeiten inmitten einer neu entstandenen Mischwaldlandschaft. Wanderwege führen von verschiedenen Seiten in das Gebiet, darunter von den Stadtteilen Knautkleeberg, Knauthain und Hartmannsdorf aus Leipzig sowie von Zöbigker, Großstädteln, Gaschwitz und Zwenkau. Informative Tafeln entlang der Wege vermitteln sowohl geschichtliche Hintergründe als auch Informationen zum Gewässerverbund und aktuellen Planungen. In den Wintermonaten bieten gespurte Loipen Gelegenheit zum Langlauf. Die Flora des Waldes beherbergt auch seltene Arten wie Johanniskraut und verschiedene Orchideenarten.
Ein besonderes Merkmal der Neuen Harth ist ihre Entwicklung von einer industriell geprägten Fläche hin zu einem Naherholungsraum mit waldökologischem Wert. Die Bemühungen der zuständigen Verwaltungsgesellschaft und der regionale Zweckverband tragen dazu bei, das Gelände touristisch und ökologisch weiterzuentwickeln. Die Nähe zu Leipzig sowie die gute Erreichbarkeit machen die Neue Harth zu einem bedeutenden Ausflugsziel in der Region des Leipziger Neuseenlands.