Denkmal/Gedenkstätte

Rohrbrunnen

Hohe Str. 12, 56244 Hahn am See

Highlights

  • 1870 entstand in Hahn am See ein Rohrbrunnen zur Bewältigung der Wassernot, gespeist von einer natürlichen Quelle.
  • Der historische Brunnen sicherte jahrzehntelang die Trinkwasserversorgung der damaligen Bevölkerung im Westerwald.

Tipps

  • Der Rohrbrunnen befindet sich in unmittelbarer Nähe der historischen Ortsmitte und wird von einer natürlichen Quelle mit Trinkwasser versorgt.
  • Ein markierter Weg führt vom Brunnen zur über 100 Jahre alten Dorflinde, die als zentrales Naturdenkmal den Ortskern prägt.
  • Die Umgebung des Rohrbrunnens bietet Einblicke in die historische Wasserversorgung des Westerwalds aus dem Jahr 1870.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Rohrbrunnen Hahn am See – Kulturdenkmal entdecken

Der Rohrbrunnen in Hahn am See ist ein historisches Wahrzeichen, das eng mit der Wasserversorgung des Ortes verbunden ist. In einer Zeit großer Wassernot, als die Bevölkerung vor über einem Jahrhundert mit knappen Ressourcen kämpfte, entstand dieser Brunnen als lebenswichtige Infrastruktur. Er wurde aus einer natürlichen Quelle gespeist und diente der Gemeinde als zuverlässige Trinkwasserquelle, die bis heute ein Stück regionaler Geschichte bewahrt.

Hahn am See liegt im Herzen des Westerwalds, zwischen den Städten Montabaur und Hachenburg, und ist seit 1374 als „Hane“ urkundlich belegt. Der Ort ist geprägt von seiner langen Tradition und einer malerischen Landschaft, die durch den künstlich angelegten See – eine beliebte Freizeit- und Erholungsanlage – bereichert wird. Dieser See, der 1980 den Ortsnamen prägte, unterstreicht die Verbindung von Natur und menschlichem Handeln, die auch am Rohrbrunnen sichtbar wird.

Der Brunnen steht als Zeugnis technischer Lösungen seiner Zeit und zeigt, wie die Bewohner damals mit kreativen Mitteln ihre Grundbedürfnisse sicherten. Obwohl er heute nicht mehr aktiv genutzt wird, bleibt er ein Symbol für die Selbstversorgung und den Gemeinschaftssinn vergangener Generationen. In seiner Umgebung spiegeln sich die historischen Schichten des Ortes wider: die über 100 Jahre alte Dorflinde, die den Mittelpunkt der Ortsmitte markiert, sowie die denkmalgeschützte Barockkirche aus dem Jahr 1726.

Hahn am See war über die Jahrhunderte hinweg Teil verschiedener Herrschaftsgebiete – vom Niederlahngau über das Kurfürstentum Trier bis hin zum Herzogtum Nassau und schließlich Preußen. Diese wechselvolle Geschichte findet sich auch im Ortswappen wieder, das den blauen Wellenschildfuß als Symbol für den See trägt und die historischen Bindungen an die Region widerspiegelt. Der Rohrbrunnen, eingebettet in diese kulturelle Landschaft, ist somit nicht nur ein technisches Denkmal, sondern auch ein Stück Identität des Westerwalds.

Wer sich für die Geschichte der Wasserversorgung oder die ländliche Baukultur des Westerwalds interessiert, findet am Rohrbrunnen einen authentischen Ort, der Einblicke in das Leben vergangener Zeiten bietet. Zusammen mit anderen Sehenswürdigkeiten wie der Pfarrkirche und dem See verkörpert er den Charme einer kleinen, aber geschichtsträchtigen Gemeinde, die sich bis heute an ihre Wurzeln klammert.

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