Kirche/Kloster

Sankt-Sebastian-Kirche

Max-Josef-Metzger-Straße 4, 39104 Magdeburg

Highlights

  • Die heutige gotische Bauform entstand im 14. und 15. Jahrhundert, nachdem das romanische Vorgängerhaus mehrfach abbrannte.
  • Die Kirche überstand den Dreißigjährigen Krieg als Ruine und wurde erst 1692 wieder für Gottesdienste genutzt.

Tipps

  • Eintritt zur Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg ist kostenfrei, Spenden sind jedoch willkommen.
  • Die Kirche verfügt über eine beeindruckende gotische Architektur und historische Reliquien, darunter die Kopfreliquie des heiligen Sebastian.
  • Führungen sind möglich und bieten vertiefte Einblicke in die Baugeschichte und sakralen Schätze der Kathedrale.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur und Sakralbau in Magdeburg: Sankt-Sebastian-Kirche entdecken

Die Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg ist die römisch-katholische Kathedralkirche des Bistums Magdeburg und gleichzeitig Pfarrkirche der Kathedralpfarrgemeinde St. Sebastian. Die Kirche steht unter dem Patronat des Heiligen Sebastian und ist ein bedeutendes Bauwerk der Romanik, das später gotisch umgestaltet wurde. Sie ist Teil der Straße der Romanik und zählt zu den kulturellen und sakralen Höhepunkten der Region. Die Geschichte der Kirche beginnt im 11. Jahrhundert, als Erzbischof Gero um 1015 den Grundstein legte. Ursprünglich als Kollegiatstift errichtet, wurde die Kirche nach dem Tod Geros 1022 zu seiner Grabstätte. Neben Sebastian galten zunächst auch Johannes Evangelist und Papst Fabianus als Schutzheilige, wobei Sebastian nach Erhalt einer Kopfreliquie zunehmend an Bedeutung gewann. Mehrere bauliche Erweiterungen prägten die frühe Geschichte, ehe das romanische Gebäude 1188 und 1207 durch Brände zerstört wurde. Im 14. Jahrhundert erfolgte der gotische Umbau: Der ursprüngliche Chor wurde abgerissen und durch einen größeren ersetzt. Im 15. Jahrhundert wurde das Langhaus umgebaut, um eine spätgotische Hallenkirche zu schaffen, wobei der romanische Grundriss erhalten blieb. 1489 erfolgte die Weihe durch Erzbischof Ernst. In der frühen Neuzeit diente die Kirche während einer Belagerung der Stadt militärisch, als auf den Türmen Kanonen zur Verteidigung aufgestellt wurden. Die Reformation brachte 1558 den Wechsel zur evangelischen Konfession. 1573 wurde das Stift reformiert, und erstmals fand ein evangelischer Gottesdienst statt. Doch auch dieser Zustand war nicht von Dauer: Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche 1631 bei der Eroberung Magdeburgs stark beschädigt. Bis 1692 dauerte der Wiederaufbau des Chors, und die Kirche wurde zunächst mit einer Holzdecke versehen. In dieser Zeit fanden auch Beerdigungen angesehener Bürger im Inneren statt. Danach wurde die Kirche bis ins 19. Jahrhundert als Magazin genutzt, ehe sie schließlich wieder religiösen Zwecken gewidmet wurde. Heute steht die Kathedrale St. Sebastian als Zeugnis über 1000 Jahre Geschichte für die Vielschichtigkeit der Magdeburger Sakralarchitektur. Ihre gotischen Elemente, die romanischen Spuren und die wechselvolle Geschichte machen sie zu einem lohnenswerten Ziel für Kultur- und Kirchenbesucher in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

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Häufige Fragen zu Sankt-Sebastian-Kirche

Wem ist die Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg geweiht?
Die Kathedrale St. Sebastian ist dem heiligen Sebastian geweiht, der auch Patron der Kirche ist. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde die Kathedrale St. Sebastian gegründet?
Die Grundsteinlegung der Kathedrale St. Sebastian erfolgte um 1015 durch Erzbischof Gero. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Rolle spielt die Sebastianskirche heute?
Heute ist die Kathedrale St. Sebastian sowohl die Kathedralkirche des Bistums Magdeburg als auch Pfarrkirche der Kathedralpfarrgemeinde. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit der Kirche während der Reformation?
Während der Reformation entsagten die Stiftsherren 1558 dem katholischen Glauben. 1573 wurde das Stift in ein protestantisches Stift umgewandelt. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia