Kirche/Kloster

St. Thomas

Kirchengemeindeverband, 39114 a. See

Highlights

  • Spätromanischer Kern, später als gotischer Saalbau umgebaut; Fachwerkturm 2000 als Nachbau des 1894 abgetragenen Originals wiedererrichtet.
  • Barockes Portal (18. Jh.) mit Pilasterrahmung; 1648er Zinnleuchter und klassizistischer Taufstein mit Figurenrelief erhalten.
  • 2015 elektronische Orgel von Hoffrichter (Salzwedel) angeschafft; barocke Ausstattung 1981–86 vollständig entfernt.

Tipps

  • Die spätromanischen und gotischen Bauteile der Kirche bieten Einblicke in die architektonische Entwicklung über mehrere Jahrhunderte.
  • Der Fachwerkturm aus dem Jahr 2000 zeigt eine historische Rekonstruktion des Vorgängerbaus von 1894 und dient als markanter Aussichtspunkt.
  • Im Inneren der Kirche finden sich originale Elemente wie der klassizistische Taufstein mit Figurenrelief sowie die Zinnleuchter aus dem Jahr 1648.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Thomas am Attersee

Die evangelische Kirche St. Thomas in a. See ist ein historisch bedeutsames Sakralbauwerk mit einer faszinierenden Mischung aus romanischen und gotischen Stilelementen. Ihr Kern stammt aus der Spätromanik, während spätere Umgestaltungen dem Gebäude einen gotischen Saalbau-Charakter verliehen. Besonders auffällig ist der Fachwerkturm über dem Westgiebel, der 2000 in der Gestalt des 1894 abgebrochenen Vorgängerbaus rekonstruiert wurde. Die kleinere der beiden Glocken wurde ebenfalls 2000 als Nachfolgeglocke in Lauchhammer gegossen und ergänzt so das akustische Ensemble der Kirche.

Das Äußere der Kirche wird geprägt durch ein barockes Portal an der Südseite des Kirchenschiffs, das im 18. Jahrhundert entstand und mit schlichten Pilastern sowie einem Segmentgiebel ausgestattet ist. Der Innenraum hingegen zeigt eine zurückhaltende, moderne Gestaltung: Die einst prächtige barocke Ausstattung wurde im Zuge einer umfassenden Neugestaltung zwischen den 1980er-Jahren entfernt. Erhalten geblieben sind jedoch der klassizistische Taufstein mit Figurenrelief, zwei Säulen des Kanzelaltars sowie ein Kruzifix über dem Altar. Die Zinnleuchter stammen aus dem Jahr 1648 und zählen zu den ältesten erhaltenen Teilen der Kirche.

Seit 2015 bereichert eine elektronische Orgel der Firma Hoffrichter aus Salzwedel den Gottesdienstbetrieb. Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Zeugnis regionaler Geschichte – so wurde der Historiker Rathmann durch seine Werke zur Geschichte Magdeburgs bekannt, die eng mit der kulturellen Landschaft der Umgebung verbunden sind. Der Außenbereich mit sanierter Friedhofsmauer und neuer Farbgebung unterstreicht zudem den Wert des Denkmals als Teil des Ortsbildes.

Mit einer Google-Bewertung von 4,3 Sternen (basierend auf 21 Bewertungen) gilt St. Thomas als beliebter Ausflugsziel für Kulturinteressierte und Geschichtsbegeisterte. Die Kirche bietet nicht nur architektonische Highlights, sondern auch eine ruhige Atmosphäre zum Verweilen – ideal für einen Besuch während eines Spaziergangs durch a. See oder als Teil einer Tour durch die sakralen Bauwerke der Region.

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