Denkmal/Gedenkstätte

Bildstock im oberen Erb

Sankt-Martiner-Straße, 67480 Maikammer

Highlights

  • Der Bildstock im oberen Erb (Maikammer) wurde 1904 von der Familie Franz Müller als Dank für Erbbestand errichtet.
  • Auf der Stele steht ‚Ave Maria‘, der Sockel trägt die Inschrift ‚Errichtet zur Ehre Gottes‘.
  • Der historische Bildstock markiert eine traditionelle Grenz- und Gedenkstätte im Oberen Erb.

Tipps

  • Der Bildstock aus dem Jahr 1904 befindet sich inmitten einer historischen Erbbestandsfläche und zeigt eine klassische Formensprache der Sakralarchitektur.
  • Auf der Stele ist die Inschrift ‚Ave Maria‘ in den mittleren Bereich eingemeißelt, während der Sockel die Errichtungsurkunde der Familie Müller trägt.
  • Der Standort bietet eine ruhige Atmosphäre mit Blick auf die umliegende Natur, die für eine besinnliche Atmosphäre sorgt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Bildstock im oberen Erb – Kulturdenkmal in Maikammer

Der Bildstock im oberen Erb in Maikammer ist ein historisches Kulturgut, das als stilles Zeugnis regionaler Frömmigkeit und handwerklicher Tradition gilt. Der steinerne Bildstock, auch als „Maria-Säule“ bekannt, wurde im Jahr 1904 von der Familie Franz Müller errichtet. Die Inschrift auf dem Sockel – „Errichtet zur Ehre Gottes von der Familie Franz Müller“ – verrät, dass das Denkmal nicht nur religiöse Bedeutung trug, sondern auch den familiären Zusammenhalt der Zeit widerspiegelt. Der mittlere Teil der Stele ziert die lateinische Formel „Ave Maria“, ein klassisches Gebet an die Jungfrau Maria, das bis heute als Symbol christlicher Verehrung dient.

Der Bildstock steht an einem Ort, der einst als Erbbestand – also als gemeinschaftlich genutzter Grund – genutzt wurde. Solche Steindenkmäler waren im ländlichen Raum des Pfälzer Raums verbreitet und dienten als Wegweiser, Gebetsort oder Schutzpatron für Felder und Wälder. Die handwerkliche Ausführung des Bildstocks verrät die typische Architektur der Region: ein schlichter, aber stabiler Sockel mit einer aufgesetzten Säule, die oft als Stütze für eine Figur oder Inschrift diente. Obwohl der Bildstock heute kein religiöses Zentrum mehr ist, bleibt er ein anschauliches Beispiel für den kulturellen Austausch zwischen Kirche und Alltagsleben im frühen 20. Jahrhundert.

Für Besucher bietet der Bildstock eine Gelegenheit, die historische Landschaft um Maikammer zu erkunden. In der Nähe liegen weitere kulturelle Schätze wie alte Bauernhöfe oder kleine Kapellen, die das ländliche Erbe der Region bewahren. Der Bildstock selbst ist ein stiller Zeuge der Vergangenheit – ein Ort, an dem sich Geschichte und Natur verbinden. Sein Erhalt ist nicht nur ein Akt der Wertschätzung für das lokale Kulturgut, sondern auch ein Hinweis darauf, wie tief verwurzelt der Glaube im Alltagsleben der Pfalz war. Wer die Ruhe der Umgebung sucht oder sich für die Geschichte des Ortes interessiert, findet hier eine kleine, aber bedeutende Station.

Der Bildstock im oberen Erb steht als Mahnmal für die Verbindung von Religion, Familie und Gemeinschaft in einer Zeit, als solche Denkmäler noch selbstverständlicher Teil des Lebens waren. Obwohl er heute oft übersehen wird, erzählt er eine Geschichte von Tradition, Handwerk und dem Wunsch nach spiritueller Orientierung. Für Geschichtsinteressierte und Kulturbegeisterte ist er ein bescheidenes, aber eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich Glauben im Alltag niederschlug – und bis heute nachwirkt.

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