Galerie

Goldstein Galerie

Schweizer Str. 84, 60529 Frankfurt-Süd

Highlights

  • Seit 2013 zeigt die Goldstein Galerie in Frankfurt-Süd zeitgenössische Kunst mit Fokus auf unterrepräsentierte Künstler*innen.
  • Ausstellungen, Residenzen und Publikationen verbinden internationale Sammlungen wie das Centre Pompidou mit lokaler Kunstszene.
  • Die Galerie präsentiert Gruppen- und Einzelausstellungen mit Werken von Julius Bockelt, Markus Schmitz und anderen.

Tipps

  • Die Goldstein Galerie bietet einen eigenen Ausstellungsraum mit wechselnden Präsentationen zeitgenössischer und historischer Zeichnungen sowie thematischen Gruppenausstellungen.
  • Ein Begleitheft zur Ausstellung erscheint regelmäßig in der Reihe *Atelier Goldstein Hefte*, das vertiefende Einblicke in die gezeigten Künstler*innen ermöglicht.
  • Der Ausstellungsbereich umfasst neben Einzel- und Gruppenausstellungen auch Veranstaltungen wie Workshops, Vorträge und Konzerte zu kunstbezogenen Themen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunst entdecken: Goldstein Galerie Frankfurt-Süd

Die Goldstein Galerie in Frankfurt-Süd ist ein lebendiger Ort der zeitgenössischen Kunst und ein zentraler Anlaufpunkt für experimentelle künstlerische Positionen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 engagiert sich das dahinterstehende Atelier Goldstein dafür, Künstler*innen eine Plattform zu bieten, deren Werk oft an den Rändern etablierter Institutionen angesiedelt ist. Durch eine gezielte Agenturarbeit gelingt es, die Arbeiten der vertretenen Künstler*innen in bedeutende nationale und internationale Sammlungen zu vermitteln – darunter die Sammlung Zeitgenössische Kunst des Bundes, das Lenbachhaus München, die Museumslandschaft Hessen Kassel sowie das Centre Georges Pompidou in Paris. Diese Vernetzung unterstreicht den Anspruch, Kunst jenseits klassischer Kanons zugänglich zu machen.

Als eigenständiger Ausstellungsraum seit 2013 bietet die Galerie ein vielseitiges Programm, das von Einzel- und Gruppenausstellungen über Künstlerresidenzen bis hin zu Vorträgen, Workshops und Konzerten reicht. Besonders bemerkenswert ist die Reihe „Atelier Goldstein Hefte“, die mit publizistischen Begleitheften zu Ausstellungen wie der Werkschau von Julius Bockelt („Blaues Rauschen“) die künstlerische Auseinandersetzung vertieft. Die Präsentationen decken ein breites Spektrum ab – von historischen Zeichnungen bis zu zeitgenössischen Positionen, etwa in der Ausstellung „Pure Drawing“ mit Werken von Michael Mohr und Jochem Hendricks, die Meisterwerke von etwa 1590 bis zur Gegenwart zeigt.

Ein zentrales Anliegen der Goldstein Galerie ist die Förderung von künstlerischer Vielfalt und die Öffnung von Räumen für unterrepräsentierte Stimmen. So wird etwa durch Gruppenausstellungen wie der Teilnahme von Julia Krause-Harder auf der Art Brussels die internationale Sichtbarkeit der vertretenen Künstler*innen gestärkt. Parallel dazu ermöglicht das Atelier seit 2026 ein Freiwilliges Soziales Jahr im Atelier Goldstein, das junge Menschen in die künstlerische und kuratorische Praxis einbindet. Diese Initiativen spiegeln den Anspruch wider, Kunst nicht nur zu präsentieren, sondern aktiv zu gestalten – zwischen Frankfurt-Süd und darüber hinaus.

Die Nähe zu anderen kulturellen Institutionen in der Region prägt zudem das Profil der Galerie: Kooperationen mit dem Historischen Museum Frankfurt oder der Offenbach Kunsthalle zeigen, wie die Goldstein Galerie Teil eines lebendigen Dialogs mit lokalen und überregionalen Akteur*innen ist. Ob durch die Auseinandersetzung mit Themen wie „Liebe“ in der Ausstellung von Tina Herchenröther oder die experimentellen Ansätze von Markus Schmitz („Auftunen und Peppen“) – die Galerie bleibt ein Ort, an dem Kunst als gesellschaftlicher Diskurs verstanden wird. Damit verkörpert sie den Geist einer Galerie, die Mut zur Provokation und zur Entdeckung hat.

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