Denkmal/Gedenkstätte

Obere Tor

Herrnstraße 52, 97350 Mainbernheim

Highlights

  • Das Obere Tor in Mainbernheim ist ein mittelalterlicher Torturm und Wahrzeichen der Stadt.
  • Es wurde um 1400 erbaut und später im 18. Jahrhundert umgebaut, als mehrere Familien darin lebten.
  • Heute ist es ein denkmalgeschütztes Gebäude und Teil des historischen Stadtkerns.

Tipps

  • Das Obere Tor ist ein historischer Torturm aus dem 15. Jahrhundert und bildet zusammen mit dem Unteren Tor den ehemaligen Stadtbefestigungsring von Mainbernheim.
  • Parkplätze in der Altstadt sind begrenzt – eine gute Alternative ist der große Parkplatz an der ersten Ortseinfahrt oder direkt am Friedhof vor dem Stadttor.
  • Bei Besuchen sollte man beachten, dass aktuell Bauarbeiten an einer Kreuzung im Ort stattfinden, was die Erreichbarkeit beeinträchtigen kann.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Obere Tor

Das Obere Tor in Mainbernheim zählt zu den markantesten Zeugnissen der Stadtgeschichte und ist ein wesentlicher Bestandteil der ehemaligen Stadtbefestigung. Diese historische Sehenswürdigkeit thront am Beginn der Herrnstraße und präsentiert sich mit einer charakteristischen Turmform, die sie zu einem unverkennbaren Wahrzeichen der unterfränkischen Kleinstadt macht. Gegenüber dem Unteren Tor am anderen Ende der Herrnstraße bildet es ein städtebauliches Pendant, das bis heute die historische Struktur der Altstadt prägt.

Der Turm entstand im Zuge des Befestigungsbaus der Stadt, zu dem Mainbernheims Bürger um das frühe 15. Jahrhundert mit dem Bau begannen. Die spitzbogige Durchfahrt im Erdgeschoss zeugt noch heute von der ursprünglichen Funktion als Stadttor. Die massive Quadermauerung und die erhaltenen Rollschlitze für die Zugbrücke verdeutlichen den ehemaligen Verteidigungszweck. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Turm mehrfach umgebaut. So erhielt er im 18. Jahrhundert seinen gelb verputzten Anstrich, der bis heute erhalten geblieben ist. In dieser Zeit diente er auch als Wohnhaus, was sich im Namen „Weidter Turm“ niederschlägt – benannt nach einem der Bewohnerfamilien.

Neben seiner militärischen Funktion spielte das Obere Tor auch eine wichtige Rolle im städtischen Leben. Es markierte die Zollgrenze, an der Waren aus dem Umland in die Stadt gelassen wurden. Mit dem Aufkommen moderner Geschütztechnik verlor die Befestigung jedoch an Bedeutung. Im 19. Jahrhundert wurde die enge Durchfahrt zum Verkehrsengpass, was schließlich zur Errichtung einer Umgehungsstraße im Jahr 1938 führte. Diese Maßnahme entlastete den Verkehr und bewahrte das Tor vor dem Abriss. In den 1980er Jahren erfolgte eine denkmalpflegerische Sanierung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege.

Heute steht das Obere Tor unter Denkmalschutz und gilt als Baudenkmal. Archäologisch gesicherte untertägige Reste ehemaliger Bauten sind zudem als Bodendenkmal dokumentiert. Die Türme und die angrenzenden Mauern sind ein integraler Bestandteil des historischen Stadtkerns und laden dazu ein, die Spuren vergangener Epochen erleben. Besucher berichten von einem stimmungsvollen Eindruck, der besonders durch die enge Durchfahrt und die monumentale Architektur entsteht – abgesehen von aktuellen Baustellenarbeiten im direkten Umfeld.

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