Denkmal/Gedenkstätte

ehemalige Silbermine

Schönblickstraße 75, 71543 Wüstenrot

Highlights

  • Ehemalige Silbermine im Gewann Pfaffenklinge, nur 150 m außerhalb von Wüstenrot gelegen.
  • Die Stollen „Unverhofftes Glück“ und „Soldatenglück“ sind heute nicht mehr betretbar.
  • Bergbauschwindel um 1772 führte zur Entstehung der Stollen, die nur noch an ihren Namen erinnern.

Tipps

  • Der Silberstollen in Wüstenrot ist etwa 150 Meter nach Ortsausgang in Richtung Schmellenhof zu finden.
  • Die Stollen „Unverhofftes Glück“ und „Soldatenglück“ sind aus Sicherheits- und Naturschutzgründen nicht betretbar.
  • Parkmöglichkeiten sind begrenzt, daher ist eine frühzeitige Anreise ratsam.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über ehemalige Silbermine

Die ehemalige Silbermine in Wüstenrot liegt im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg und zählt heute zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Region. Etwa 150 Meter hinter dem Ortsrand von Wüstenrot in Richtung Schmellenhof ist der Silberstollen im Gewann Pfaffenklinge zu finden. Das Gelände ist gut zu erreichen und bietet interessierten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, die Geschichte des Bergbaus vor Ort zu erkunden – wenn auch der direkte Zugang in die Stollen aus Sicherheits- und Naturschutzgründen nicht möglich ist.

Der Standort umfasst zwei Stollen mit den Namen „Unverhofftes Glück“ und „Soldatenglück“, die eine Gesamtlänge von rund 162 Metern erreichen. Ursprünglich im 18. Jahrhundert angelegt, entstanden sie aufgrund einer damaligen Silberglückssuche, die letztlich als Schwindel entlarvt wurde. Auslöser war ein Mann namens Friedrich Ziegel, der 1772 gegenüber dem Prälaten Öttinger aus Murrhardt Erzproben präsentierte und die Existenz eines reichen Silberbergwerks in der Gegend behauptete. Ein Gast des Hauses, der sächsische Bergrat Riedel, nahm die Behauptung auf und überredete weitere Investoren dazu, Bergbauaktivitäten zu initiieren. Riedel versprach dabei hohe Erträge, die sich jedoch nie realisieren ließen. Neben geringen Mengen Kupfer wurden keine weiteren Edelmetalle gefunden, woraufhin das Projekt aufgegeben wurde und Riedel letztlich verhaftet und verurteilt wurde.

Heute erinnern lediglich die Namen der beiden Stollen an diese Episode. Die Gänge sind weder begehbar noch zugänglich, da herabstürzendes Gestein eine Gefahr darstellen könnte und die Höhlen als Lebensraum für Tierwelt geschützt sind. Von außen lässt sich der Eingangsbereich jedoch erkennen, was für einen kurzen, informativen Aufenthalt sorgt. Einige Besucher loben die gut gemachten Brücken und Wege zum Standort, weisen jedoch auf unebene Treppen mit unterschiedlichen Höhen hin, die mit Vorsicht begangen werden sollten. Parkplätze sind vorhanden, jedoch in begrenzter Anzahl, weshalb eine frühzeitige Anreise empfehlenswert ist.

Der Silberstollen ist Teil eines größeren Kultur- und Naturerbes in der Gemeinde Wüstenrot und kann gut mit anderen Sehenswürdigkeiten wie der Burg Maienfels, dem Aussichtsturm Steinknickle oder der Greifvogelanlage kombiniert werden. Wanderinteressierte nutzen den Standort oft als Ausgangspunkt für Touren in die umliegenden Wälder. Die Gemeinde Wüstenrot informiert auf ihrer Website über die historischen Hintergründe des Stollens und verweist auf die barrierearme Erreichbarkeit vor Ort.

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