Denkmal/Gedenkstätte

Turmhügel Unterauhof

Unterauhof 2, 95336 Mainleus

Highlights

  • Der Turmhügel Unterauhof ist eine gut erhaltene mittelalterliche Motte auf 294,6 m ü. NHN nördlich von Unterauhof.
  • Erstmals 1372 als Besitzer der Burg bezeugt, gehörte sie ab 1426 zum Rittergut Wernstein.
  • Nach 1991 erwarb die Gemeinde Mainleus das beschädigte Gebäude und ließ es 1995 restaurieren.

Tipps

  • Der Turmhügel ist gut erhalten und bietet einen Einblick in die mittelalterliche Burgenarchitektur.
  • Das Gelände ist öffentlich zugänglich und lädt zu Spaziergängen und historischem Interesse ein.
  • Parken ist in der Nähe des Hügels möglich, jedoch ohne spezielle Beschilderung.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Über Turmhügel Unterauhof

Der Turmhügel Unterauhof liegt am Nordrand des Gemeindeteils Unterauhof des Marktes Mainleus im Landkreis Kulmbach in Bayern. Auf einer Höhe von 294,6 Metern über Normalhöhennull thront die abgegangene mittelalterliche Wasserburg vom Typus einer Turmhügelburg, auch Motte genannt. Diese Form der Burgenanlage war im Mittelalter vor allem als Wehr- und Wohnstandort von Bedeutung. Der Turmhügel zählt heute zu den wenigen erhaltenden Zeugnissen der Burgenlandschaft im Obermainland.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg im Zusammenhang mit den Herren von Waldenfels, die ab dem späten 14. Jahrhundert Eigentümer der Anlage waren. Im 15. Jahrhundert gelangte sie in den Besitz des Ritterguts Wernstein. Die ursprüngliche Baustruktur ist heute nicht mehr erhalten. Stattdessen errichtete man nach dem Dreißigjährigen Krieg anstelle des ehemaligen Turmes ein Gesinde- oder Austragshaus, wobei Bauteile des Vorgängerbaus wie Mauerquader und Teile eines Tonnengewölbes wiederverwendet wurden. Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes entstand im 19. Jahrhundert.

Die Anlage selbst besteht aus einem gut erhaltenen Kernhügel mit einer Fläche von 17 mal 20 Metern. Dieser erhebt sich noch etwa drei Meter über das umliegende Gelände und wird von einem 10 Meter breiten Ringgraben umgeben. Diese architektonischen Elemente verdeutlichen den ursprünglichen Zweck der Burg als Verteidigungsanlage. Der Ringgraben, der die gesamte Anlage umgibt, diente sowohl der militärischen Absicherung als auch dem Schutz vor Feuchtigkeit, da es sich um eine Wasserburg handelte.

Im Jahr 1991 kaufte die Gemeinde Mainleus das stark beschädigte Gebäude und ließ es fünf Jahre später umfassend sanieren. Seitdem dient es als kulturhistorisches Zeugnis der Region und lädt zur Betrachtung der erhaltenen Reste ein. Obwohl das ursprüngliche Gebäude nicht mehr existiert, verdeutlicht die erhaltene Struktur des Hügels und die nachfolgenden Umbauten die wechselvolle Geschichte des Ortes. Die Burg ist ein Beispiel für die regionaltypische Entwicklung von Burgen im Fränkischen.

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