Alexanderturm
Highlights
- Der Alexanderturm in Mainz ist ein spätmittelalterlicher Stadtturm aus dem 15. Jahrhundert.
- Er steht auf dem Fundament eines römischen Rundturms aus dem 4. Jahrhundert.
- Der Turm ist heute Teil des Geländes der Kupferberg-Sektkellerei und nicht öffentlich zugänglich.
Tipps
- Der Alexanderturm ist nicht öffentlich zugänglich, da er sich auf privatem Gelände der Kupferberg-Sektkellerei befindet.
- Der Turm steht auf dem Fundament eines römischen Wachturms aus dem 4. Jahrhundert.
- Zusammen mit dem Holzturm und Eisenturm zählt er zu den drei erhaltenen Stadttürmen der historischen Mainzer Stadtmauer.
Eigenschaften
Über Alexanderturm
Der Alexanderturm in Mainz zählt zu den bedeutendsten historischen Zeugnissen der Stadt und ist ein eindrucksvoller Überrest der ehemaligen Mainzer Stadtmauer. Errichtet im 15. Jahrhundert, steht der runde Turm auf dem Fundament eines römischen Wachtturms aus dem 4. Jahrhundert. Damals markierte er den Punkt, an dem die römische Stadtmauer ihre Richtung von Westen nach Norden änderte und damit einen wichtigen Abschnitt der Befestigungsanlage darstellte. Zusammen mit dem Holzturm und dem Eisenturm ist der Alexanderturm einer von nur drei erhaltenen Stadttürmen, die einst die Stadtgrenzen von Mainz sicherten.
Die Geschichte des Turms ist eng verknüpft mit der wechselvollen Vergangenheit der Stadt. Nachdem die Stadtmauer im Mittelalter mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde, diente der Turm im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Zwecken. Im Mittelalter wurde er als Wachtturm genutzt, später lagerte hier Pulver der Garnison, weshalb er im 18. und 19. Jahrhundert auch als „Pulverturm“ bekannt war. Der heutige Name geht auf die nahegelegene Alexanderschanze und die spätere Alexander-Kaserne zurück, die ab 1860 entstand. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Turm sogar als Wasserturm verwendet, ehe er in den 1920er Jahren dachlos blieb.
Architektonisch zeigt der Alexanderturm deutliche Merkmale der römischen Bauweise, die sich auch auf spätere Bauphasen übertrugen. Seine runde Form hebt ihn optisch von den späteren quadratischen Türmen wie dem Holz- und Eisenturm ab. Die schlichte Gestaltung ohne aufwendigen Schmuck unterstreicht seinen ursprünglichen militärischen Zweck als Wacht- und Verteidigungsbauwerk. Besonders auffällig ist die in die Mauer eingelassene Tür in halber Höhe sowie die Anordnung kleiner Schießscharten, die den Turm als Teil einer Befestigungsanlage kennzeichnen.
Heute steht der Alexanderturm auf dem Gelände der Sektkellerei Kupferberg im Mainzer Stadtteil Kästrich. Dieses Privatgelände ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, weshalb der Turm nur von außen betrachtet werden kann. Dennoch bleibt er ein markantes Zeugnis der Stadtgeschichte und ein lohnendes Ziel für Interessierte der Mainzer Stadtarchäologie und Architektur. Seine Lage im Grünen des Kupferberg-Parks verleiht ihm zusätzlich einen besonderen Reiz und macht ihn zu einem geheimnisvollen, fast schon romantischen Ort mitten in der Stadt.