Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Highlights
- Das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz wurde 1852 gegründet und ist heute als Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) bekannt.
- Es forscht zu Archäologie der Alten Welt und vermittelt Ergebnisse durch Ausstellungen und Publikationen.
- Gründer Ludwig Lindenschmit d. Ä. etablierte es als wissenschaftliche Kopiensammlung mit Fokus auf germanische und römische Epochen.
Tipps
- Das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz ist derzeit im Umzug; die neue Dauerausstellung am Standort Ludwig-Lindenschmit-Forum soll 2027 eröffnen.
- Bis zur Fertigstellung des neuen Museumsgebäudes können Besucher an wechselnden Sonderausstellungen und Veranstaltungen teilnehmen.
- Das Gelände und die aktuelle Erreichbarkeit des Museums sollten vorab online geprüft werden, da sich der Betrieb in einer Übergangsphase befindet.
Eigenschaften
Über Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz, heute unter dem Namen Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) bekannt, zählt zu den bedeutenden archäologischen Forschungsinstituten Deutschlands. Es wurde im Jahr 1852 gegründet und ist seither Träger einer umfangreichen Schausammlung sowie einer Vielzahl wissenschaftlicher Abteilungen, die sich mit der Alten Welt und ihren Kontaktzonen beschäftigen. Die Einrichtung ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und wird gemeinsam vom Bund und den Ländern getragen. Ihr Standort befindet sich im Ludwig-Lindenschmit-Forum in Mainz, Rheinland-Pfalz.
Historisch gewachsen, hat das Museum über mehr als 170 Jahre hinweg eine umfassende Sammlung archäologischer Exponate aufgebaut, anfangs vor allem in Form von Kopien bedeutender Funde. Diese dienten der wissenschaftlichen Forschung und der anschaulichen Vermittlung archäologischer Erkenntnisse. Ursprünglich im Kurfürstlichen Schloss untergebracht, wurde das Museum nach einem Brand im Zweiten Weltkrieg neu strukturiert. In den folgenden Jahrzehnten wuchs nicht nur die Sammlung, sondern auch die institutionelle Bedeutung des Hauses als Forschungs- und Ausstellungsort.
Seit 2017 ist die Dauerausstellung im historischen Schloss geschlossen. Ein neues Gebäude, das 2022 fertiggestellt wurde, soll zukünftig die Ausstellungsräume beherbergen, mit einer geplanten Eröffnung im Jahr 2027. In dieser Zeit ist die Präsentation der Sammlung eingeschränkt, was sich auch in der geringen Anzahl an Besucher*innen niederschlägt. Gäste berichten von leer wirkenden Räumen und einer momentan nur bedingt vorhandenen musealen Infrastruktur. Parallel dazu bleibt der Steinsaal im benachbarten Landesmuseum Mainz geschlossen, was die kulturelle Angebotslandschaft der Stadt weiter einschränkt.
Das Leibniz-Zentrum für Archäologie versteht sich nicht nur als Forschungseinrichtung, sondern engagiert sich auch in der Öffentlichkeitsarbeit durch Publikationen, Veranstaltungen und pädagogische Angebote. Es unterhält mehrere museale Außenstellen, darunter das Museum für Antike Schifffahrt und das Monrepos Archäologisches Forschungszentrum. Die institutionelle Leitung liegt bei Generaldirektorin Alexandra W. Busch. Das Museum befindet sich in städtischer und landesweiter Trägerschaft und unterliegt der Aufsicht des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit.