Schule des Sehens
Highlights
- Die Schule des Sehens in Mainz verbindet digitale Medien mit materiellen Objekten, um kritische Wahrnehmung und Kuratierungskompetenz zu schulen – inkl. Projekte mit Schüler:innen und Lehrkräften.
- Geistes- und sozialwissenschaftliche Ausstellungen fördern hier interdisziplinäre Vermittlung; naturwissenschaftliche Sammlungen werden sichtbarer und in Forschung/Lehre integriert.
- Seit 2011 als Forum geisteswissenschaftlicher Kreativität etabliert, verbindet die Einrichtung JGU, Stadt Mainz und Land durch innovative Projekte zum Thema ‚Sehen‘ als Kulturpraxis.
Tipps
- Der Besuch der Ausstellung des Kreativen Medienlabors 2026 bietet Einblicke in aktuelle Projekte, die digitale und analoge Medien im Kontext visueller Wahrnehmung verbinden.
- Für Gruppen mit pädagogischem Interesse stehen spezielle Formate zur Verfügung, die das Kuratieren und Reflektieren von Ausstellungen im Rahmen von Projektarbeiten ermöglichen.
Eigenschaften
Kunstausflug Mainz: Schule des Sehens
Die Schule des Sehens in Mainz ist ein innovatives Vermittlungszentrum, das sich der Auseinandersetzung mit visuellen Darstellungsformen und der Schulung des Blickes widmet. Als Kunstgalerie mit digitalem Fokus verbindet sie künstlerische Projekte mit geistes- und sozialwissenschaftlichen Ansätzen und bietet Raum für kreative Medienarbeit. Besonders hervorgehoben wird die Verbindung von Forschung und Lehre durch die Präsentation universitärer Sammlungen – etwa aus den Bereichen Bibliothek, Archiv oder Ethnografie – die durch hochwertige Digitalisierung zugänglich gemacht werden.
Ein zentrales Anliegen der Schule ist die Förderung kritischer Reflexion über visuelle Kommunikation. Durch Ausstellungen, Workshops und interdisziplinäre Projekte werden Studierende, Lehrende und die Öffentlichkeit dazu angeregt, Sehen als kulturelle Praxis zu begreifen. Neben der Ausstellungstätigkeit dient der Ort als Plattform für Lesungen, Theateraufführungen oder wissenschaftliche Tagungen, die über die Grenzen der Kunst hinausgehen. Besonders wertvoll ist die Vernetzung mit naturwissenschaftlichen Disziplinen, die ebenfalls Raum für kreative Vermittlung finden.
Die Schule des Sehens entstand im Rahmen einer Initiative zur Stärkung geisteswissenschaftlicher Kreativität an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihr Ziel ist es, die Sichtbarkeit der universitären Bestände zu erhöhen und innovative Projekte zu initiieren, die das Verständnis für Sammlungen und ihre Bedeutung für Forschung und Lehre vertiefen. Durch digitale Aufbereitung – etwa von historischen Drucken, Fotografien oder Tondokumenten – werden seltene Materialien für ein breites Publikum erfahrbar gemacht.
Als lebendiger Begegnungsort verbindet die Schule des Sehens Kunst, Wissenschaft und Stadtkultur. Sie lädt ein, sich auf Spurensuche zu begeben – sei es in Archiven wie dem der Mainzer Liedertafel oder in virtuellen Ausstellungen zur Universitätsgeschichte. Durch regelmäßige Veranstaltungen und Workshops wird sie zum Ort der Begegnung, an dem Neugierde auf visuelle Welten geweckt und geteilt wird.