Weißfrauenkloster (auch Neumünster oder Maria-Magdalena-Kloster)
Highlights
- Das Weißfrauenkloster in Mainz wurde 1252 für reuige Frauen gestiftet.
- 1291 wechselte der Orden zum Zisterzienserorden und stand unter Eberbachs Aufsicht.
- Das letzte erhaltene Gebäude ist das 1718 errichtete Gästehaus am Schillerplatz.
Tipps
- Gottesdienstzeiten sind auf der Website nicht leicht auffindbar, am besten direkt in der Kapelle St. Klara vor Ort erkundigen.
- Die Ruhe kann durch regelmäßige Glockenschläge gestört werden, besonders in den Morgenstunden.
- Das ehemalige Klostergebäude ist heute im Besitz der Industrie- und Handelskammer, eine Tafel erinnert an die Geschichte.
Eigenschaften
Über Weißfrauenkloster (auch Neumünster oder Maria-Magdalena-Kloster)
Das Weißfrauenkloster in Mainz, auch bekannt als Neumünster oder Maria-Magdalena-Kloster, ist ein geschichtsträchtiger Ort der Sakralkultur in der Mainzer Innenstadt. Ursprünglich 1252 als Kloster der Magdalenerinnen gegründet, diente es Frauen, die ein zuvor sündhaftes Leben führen mussten und sich nun der Buße und dem geistlichen Leben verschrieben. Ab 1291 trat der Konvent dem Zisterzienserorden bei und stand fortan unter der Aufsicht des Klosters Eberbach. Bis zu seiner Auflösung im Jahr 1802 war es ein bedeutender geistlicher Frauenorden im Herzogtum Nassau und später im Kurfürstentum Mainz.
Die Klosterkirche, der einstige Mittelpunkt des Klosterlebens, wurde im Jahr 1812 abgetragen. Das letzte erhaltene Gebäudekomplex des ehemaligen Klosters ist das 1718 errichtete Gästehaus, heute in Besitz der Industrie- und Handelskammer Mainz. An diesem Gebäude erinnert eine Gedenktafel an das einst blühende Klosterleben. Heute befindet sich auf dem Gelände die Kapelle St. Klara, die von den Klarissen-Kapuzinerinnen bewohnt wird und täglich für Besuche geöffnet ist. Sie gilt als eine durchbetete Oase der Stille und Anbetung mitten im Trubel der Mainzer City.
Die heutige Nutzung des ehemaligen Klosterareals durch die Klarissen-Kapuzinerinnen verleiht dem Ort weiterhin eine sakrale und kulturelle Bedeutung. Die Schwestern führen ein Leben in stille und Andacht und öffnen ihre Klosterkapelle für Gläubige und Interessierte. Regelmäßige Gottesdienste und besondere Veranstaltungen laden dazu ein, die geistige Atmosphäre des Ortes zu erfahren. Die Kapelle St. Klara ist nicht nur ein Ort der Ruhe und Besinnung, sondern auch ein kultureller Anziehungspunkt für Besucher, die sich mit der Geschichte und Spiritualität des Klosterlebens auseinandersetzen möchten.
Das Weißfrauenkloster steht somit exemplarisch für die reiche religiöse und kulturelle Vergangenheit Mainz’ und bietet gleichzeitig einen lebendigen Zugang zur Gegenwart sakraler Lebensformen. Die enge Verzahnung von Geschichte, Architektur und Spiritualität macht es zu einem lohnenden Ausflugsziel für alle, die sich für die religiöse Kulturgeschichte des Mittelrheins und insbesondere der Region Mainz interessieren. Mit seiner zentralen Lage am Schillerplatz ist es leicht zu erreichen und lädt zu einer zeitlosen Pause vor dem Alltagsstress ein.