Museum

Räuber-Kneißl-Museum

82216 Maisach

Highlights

  • Das Räuber-Kneißl-Museum in Maisach thematisiert Leben und Verbrechen des bayerischen Räubers Mathias Kneißl.
  • Kneißl wurde 1875 in Unterweikertshofen geboren und starb 1902 in Augsburg.
  • Sein Wirkungskreis umfasste die Regionen um Dachau, Aichach und Fürstenfeldbruck.

Tipps

  • Parkplatz begrenzt, früh anreisen empfohlen.
  • Führungen sind mit Voranmeldung buchbar.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Sommer Frühling Herbst

Kultur-Ausflug ins Räuber-Kneißl-Museum in Maisach

Das Räuber-Kneißl-Museum in Maisach widmet sich dem Leben und Wirken des bayerischen Räubers Mathias Kneißl, der im ausgehenden 19. Jahrhundert zu einem der bekanntesten Gesetzlosen Süddeutschlands wurde. Genannt „Kneißl Hias“ oder „Schachenmüller-Hiasl“, verbrachte er seine Jugend in der Region um Dachau, Aichach und Fürstenfeldbruck und hinterließ eine Spur aus Raubüberfällen, Diebstählen und gewagten Fluchten, die ihn zeitweise zur Volksheldenfigur werden ließen. Sein Leben wurde vielfach künstlerisch aufgearbeitet – in Büchern, Liedern, Theaterstücken und Filmen. Geboren in Unterweikertshofen, wuchs Mathias Kneißl in einer Familie mit kriminellen Verstrickungen auf. Sein Onkel mütterlicherseits war der Räuber Johann Pascolini, und auch das elterliche Gasthaus wurde früh zu einem Treffpunkt für zwielichtige Gestalten. Nach mehreren polizeilichen Kontrollen zogen die Eltern nach Dachau und später in die Schachenmühle bei Sulzemoos, wo sich der jugendliche Mathias in ein kriminelles Milieu begab. Hier lernte er das Schießen und beging erste Straftaten, für die er mehrfach zu kurzen Haftstrafen verurteilt wurde. Die Ausstellung im Museum zeigt authentische Exponate, historische Dokumente und anschauliche Darstellungen aus Kneißls Leben: von seiner Kindheit und Jugend über seine ersten Überfälle bis hin zu seinen spektakulären Verhaftungen. Besucher erfahren Einblicke in die damalige Rechtslage, die gesellschaftlichen Verhältnisse sowie die Motive, die Menschen wie Kneißl zu einer Laufbahn außerhalb des Gesetzes führten. Die Darstellung vermeidet romantische Verklärung und zeigt stattdessen differenziert die Realität einer von Armut und prekären Lebensumständen geprägten Zeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der lokalen Verankerung der Kneißl-Sage: Die Region um Maisach, Sulzemoos und Altstetten spielte eine zentrale Rolle in seinem Leben. Die Schachenmühle etwa, in der er aufwuchs, wird im Museum detailreich rekonstruiert. Auch die Verfolgungsjagden durch die damalige Gendarmerie, die Volkslieder, die um ihn entstanden, und die literarischen sowie filmischen Nachleben seiner Geschichte sind Teil der Präsentation. So wird deutlich, wie aus einem jungen Mann aus ärmlichen Verhältnissen im ländlichen Bayern eine mythische Figur wurde. Das Museum lädt ein, die Geschichte eines bayerischen Räubers hautnah zu erleben – spannend, lehrreich und ohne Kitsch. Es richtet sich gleichermaßen an Interessierte der Regionalgeschichte, Kultur- und Kriminalgeschichte sowie an alle, die hinter die Legendenfigur „Räuber Kneißl“ blicken möchten. Jährlich von April bis November geöffnet, ist es ein lohnendes Ausflugsziel für Familien, Schulklassen und Gruppen, die die faszinierende und zugleich düstere Geschichte eines Mannes entdecken wollen, der sein Leben lang zwischen Habgier, Not und Rebellion stand.

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Häufige Fragen zu Räuber-Kneißl-Museum

Wo befindet sich das Räuber-Kneißl-Museum?
Das Räuber-Kneißl-Museum befindet sich im Bräustüberl Maisach. Stand Mai 2026.

Quelle: website

Wer war Räuber Kneißl?
Mathias Kneißl, genannt Räuber Kneißl, war ein bayerischer Räuber, der hauptsächlich in den Landkreisen Dachau, Aichach und Fürstenfeldbruck wirkte. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde Mathias Kneißl geboren und wann gestorben?
Mathias Kneißl wurde am 12. Mai 1875 geboren und starb am 21. Februar 1902. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia