Mehltheuer Berg
Highlights
- Mehltheuer ist ein sorbischer Ortsteil von Großpostwitz im Landkreis Bautzen.
- Der Ort liegt am Mehltheuerberg zwischen Bautzen und der Schmoritz.
- Erstmals erwähnt 1529, gehörte er historisch zu Pielitz und später Jenkwitz.
Tipps
- Besucher finden auf dem Mehltheuer Berg Wanderwege mit landschaftlichen und historischen Sehenswürdigkeiten.
- Der ehemalige sorbische Ortsteil lädt zu Spaziergängen durch die abwechslungsreiche Oberlausitzregion ein.
- In der Nähe gelegene Hügel bieten gute Aussichtspunkte auf die umliegende Natur.
Eigenschaften
Über Mehltheuer Berg
Der Mehltheuer Berg ist ein markanter Berggipfel im sächsischen Landkreis Bautzen und erhebt sich südöstlich der Stadt Bautzen auf einem Sattel zwischen mehreren Hügeln. Mit einer Höhe von 384,2 Metern zählt er zu den geographischen Besonderheiten der Region und liegt in unmittelbarer Nähe zum gleichnamigen Dorf Mehltheuer, heute Ortsteil der Gemeinde Großpostwitz. Der Berg ist Teil der vielschichtigen Landschaft der Oberlausitz und bietet aufgrund seiner Lage eine ruhige, landschaftlich geprägte Umgebung.
Geographisch gesehen befindet sich der Mehltheuer Berg in unmittelbarer Nachbarschaft zu weiteren Erhebungen. Südlich liegt die Schmoritz mit einer Höhe von 412,4 Metern, während im Südwesten der deutlich höhere Drohmberg mit 431,9 Metern zu finden ist. Diese topographische Lage hat dem Gebiet im Verlauf der Geschichte eine gewisse strategische Bedeutung verliehen. Historische Kämpfe während eines Militäreinsatzes im Zuge einer Schlacht um Bautzen fanden in der Umgebung des Mehltheuerpasses statt, was die regionale Relevanz unterstreicht.
Die Geschichte des Mehltheuer Bergs ist eng mit der Entwicklung des gleichnamigen Ortes verbunden. Die erste urkundliche Erwähnung des Waldes bei „Mehlthewer“ datiert auf das frühe 16. Jahrhundert. Der sorbische Name „Lubjenc“ weist auf eine noch ältere Bezeichnung des Berges hin. Im weiteren Verlauf des 16. Jahrhunderts wurde das Dorf „Maldeuer“ vom Bautzener Rat erworben. Die Ansiedlung dürfte ursprünglich von Pielitz ausgegangen sein. Ein Förster ist ab dem späten 16. Jahrhundert in „Malteyer“ nachgewiesen, was auf eine gewisse wirtschaftliche Nutzung des Waldgebietes rund um den Berg hindeutet.
Im 19. Jahrhundert wurde in statistischen Erhebungen festgehalten, dass die Bevölkerung des Ortes überwiegend sorbischen Ursprungs war. Seitdem hat sich die Sprach- und Kulturlandschaft stark gewandelt, und das Sorbische ist im Alltag weitgehend zurückgegangen. Im Laufe der Gebiets- und Verwaltungsreformen wurde Mehltheuer zunächst nach Grubditz eingemeindet, später zu Jenkwitz und schließlich 1994 in die Gemeinde Großpostwitz umgegliedert. Der Berg selbst bleibt jedoch ein fester Bestandteil der regionalen Geographie und trägt zur landschaftlichen Vielfalt bei.
Der Mehltheuer Berg ist ein ruhiger Naturpunkt inmitten der Oberlausitz und eignet sich für Besucher, die die stille und geologische Eigenart des Berges erkunden möchten. Die umliegende Landschaft lädt zu Wanderungen und Aufenthalten in der Natur ein, wobei die sanften Höhenunterschiede und die nahegelegenen Wälder eine typische Mischung aus Wald und Hügellandschaft bieten. Die Nähe zu weiteren Erhebungen wie der Schmoritz oder dem Drohmberg eröffnet zudem Möglichkeiten zu größeren Touren in der Region.