Auferstehungskirche
Highlights
- Die Auferstehungskirche in Mannheim-Gartenstadt wurde 1936 nach Plänen von Christian Schrade erbaut.
- Sie entstand auf dem Kuhbuckel, einer der höchsten Erhebungen in Mannheim, und ähnelt traditionellen Dorfkirchen.
- Das Gebäude verfügt über Rundbogenfenster, einen Satteldachbau und einen 33 Meter hohen Turm mit vier Glocken.
Tipps
- Die Auferstehungskirche liegt ruhig am Ende einer Sackgasse und lädt zum Verweilen im Außenbereich ein.
- Das Geläut schlägt viertelstündlich, was bei offenen Fenstern zu beachten ist.
- Der schlichte Kirchenbau bietet einen hellen Innenraum mit Holzbalkendecke und historischer Kanzel.
Eigenschaften
Über Auferstehungskirche
Die Auferstehungskirche befindet sich im Mannheimer Stadtteil Gartenstadt und ist ein sakraler Ort innerhalb der evangelischen Kirchenlandschaft in Baden-Württemberg. Der Kirchbau entstand 1936 nach Plänen des Architekten Christian Schrade und wurde auf dem Kuhbuckel errichtet, einem der höchsten Punkte der Mannheimer Gemarkung. Die Entscheidung für den Bau fiel im Zuge des Bevölkerungswachstums in den angrenzenden Siedlungsgebieten, insbesondere in der Speckwegsiedlung und der Kuhbuckelsiedlung. Die Kirche wurde aus Teilen der Kirchspiele Waldhof und Käfertal gebildet und ist somit eng mit der regionalen Kirchengeschichte verbunden.
Der Kirchenbau zeichnet sich durch eine schlichte, zurückhaltende Formensprache aus, die an mittelalterliche Dorfkirchen erinnert. Das hell verputzte Gebäude verfügt über Rundbogenfenster und ein Satteldach. Im Westen ragt ein von drei Säulen getragener Portalvorbau hervor, während der Chor durch einen spitzgiebeligen Turm mit einer Höhe von 33 Metern markiert wird. Die vier Glocken im Turm wurden 1956 geweiht und läuten viertelstündlich – ein Umstand, der sowohl als stimmungsvolle Begleitung als auch als störende Nachtgeräuschkulisse wahrgenommen wird. Der Innenraum ist einschiffig mit einer Holzbalkendecke. Die Kanzel zieren Reliefs von Karl Josef Fortwängler, die verschiedene Lebensbereiche symbolisch darstellen.
Die Kirche verfügt über eine eigene Orgeltradition. Bereits 1936 wurde eine elektrisch getretene Orgel von E. F. Walcker & Cie. eingebaut, die später erweitert wurde. 1972 erfolgte der Einbau einer neuen Orgel mit mechanischen Trakturen durch Rieger Orgelbau, die im Jahr 2020 restauriert wurde. Das Instrument verfügt über elf Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Disposition orientiert sich an klassischen kirchenmusikalischen Strukturen und ermöglicht eine vielseitige Nutzung im Gottesdienstgeschehen.
Die Auferstehungskirche ist Teil der evangelischen Pfarrgemeinde Waldhof-Gartenstadt, die sich aus mehreren Gemeinden zusammengeschlossen hat. Sie bietet regelmäßig Gottesdienste sowie kirchliche Veranstaltungen an und begleitet Menschen in verschiedenen Lebensphasen. Die Gemeinde engagiert sich zudem in sozialen Projekten und fördert beispielsweise durch das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) den Austausch und die aktive Teilhabe junger Menschen.