Denkmal/Gedenkstätte

Carl-Benz-Denkmal

Augustaanlage 9, 68165 Mannheim-Oststadt

Highlights

  • Das Carl-Benz-Denkmal in Mannheim-Oststadt wurde 1933 eingeweiht und zeigt den Automobilpionier in schlichtem Arbeitskittel.
  • Es ist eines der ersten Denkmäler für einen Techniker und nicht für einen Herrscher oder Künstler in Deutschland.
  • Das Relief trägt die Lebensdaten von Carl Benz sowie die Symbole der Stifter, darunter ADAC und AvD.

Tipps

  • Das Denkmal ist barrierefrei erreichbar und befindet sich direkt an der Augustaanlage in Mannheim-Oststadt.
  • Ein Foto des historischen Benz-Dreirads ist vor Ort möglich, da eine Bronzenachbildung aufgestellt ist.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Haltestelle Wasserturm oder Am Friedrichsplatz der VRN nutzen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Carl-Benz-Denkmal

Das Carl-Benz-Denkmal in der Augustaanlage der Mannheimer Oststadt ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und erinnert an den Pionier des Automobilbaus, Carl Benz. Es wurde 1933 eingeweiht und zählt zu den frühesten Denkmälern, die einem Techniker gewidmet wurden. Entworfen vom Karlsruher Professor Max Laeuger, orientiert sich die Gestaltung des Reliefs an ägyptischer und assyrischer Monumentalkunst. Auf der Vorderseite ist Carl Benz im Arbeitskittel dargestellt, der auf einen stilisierten Dreirad-Motorwagen zeigt. Die Lebensdaten des Erfinders sowie Hinweise auf seine bahnbrechende Erfindung des ersten Automobils ergänzen die monumentale Steinplatte.

Auf der Rückseite des Denkmals sind die Namen und Symbole der Stifter zu finden – unter anderem der Reichsverband der Automobilindustrie, der ADAC sowie verschiedene Automobilvereine. Ein Relief eines Rennwagens aus den 1930er Jahren unterstreicht die technische Tradition, die mit Benz’ Erfindung einsetzte. Vor dem Denkmal steht seit einigen Jahren eine Bronzenachbildung des ersten Benz-Motorwagens, die als zusätzlicher Bezug zur Automobilgeschichte dient. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle die erste Werkstatt von Carl Benz im Quadrat T 6, die heute durch einen Neubau ersetzt ist. Lediglich das Einfahrtstor erinnert mit einem Metallschattenriss des ersten Fahrzeugs an die historische Bedeutung des Ortes.

Das Denkmal wurde im Laufe der Jahre durch Umwelteinflüsse, insbesondere durch Autoabgase, stark beeinträchtigt. Eine umfassende Sanierung im Jahr 2000 durch den Verein Stadtbild ermöglichte es, die ursprüngliche Gestaltung und die Schriftzüge wieder sichtbar zu machen. Obwohl ursprünglich eine Versetzung im Zuge der Umgestaltung der Augusta-Anlage geplant war, steht das Monument weiterhin an seinem historischen Standort. Die Gestaltung des Denkmals löste bei der Enthüllung unterschiedliche Reaktionen aus – selbst Bertha Benz soll spöttisch bemerkt haben, ihr Mann habe nie einen solchen Kittel getragen. Heute ist das Denkmal barrierefrei zugänglich und befindet sich unter Denkmalschutz.

Das Carl-Benz-Denkmal gilt als wichtiger Bezugspunkt für die Industriekultur der Region Rhein-Neckar. Es wird vom Verein Rhein-Neckar-Industriekultur e. V. betreut, der sich auch für die Erhaltung und Vermittlung industriekulturellen Erbes engagiert. Gäste loben den historischen Wert des Ortes, kritisieren jedoch gelegentlich die schlichte Gestaltung des Reliefs. Dennoch wird der Ort als sehenswert und informativ wahrgenommen, insbesondere für Interessierte der Automobilgeschichte und regionalen Technikentwicklung. Die zentrale Lage in der Augustaanlage in unmittelbarer Nähe zum Wasserturm macht es zu einem markanten Wegpunkt in Mannheims Oststadt.

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