Kirche/Kloster

Epiphaniaskirche

Andreas-Hofer-Straße 37, 68259 Mannheim

Highlights

  • Die Epiphaniaskirche in Mannheim-Feudenheim wurde 1963–1965 nach Plänen von Albrecht Lange und Hans Mitzlaff erbaut.
  • Sie entstand auf einem 1935 gekauften Grundstück, nachdem Pläne durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurden.
  • Die Kirche ist barrierefrei, verfügt über einen Glockenturm mit fünf Glocken und wird heute als Kulturkirche aktiv genutzt.

Tipps

  • Bei Sonnenschein lohnt sich ein Besuch besonders, da die bunten Glasfenster schöne Lichtmuster auf den Boden werfen.
  • Der Eingang ist stufenlos und barrierefrei gestaltet, was den Besuch inklusiv ermöglicht.
  • Die Kirche wird regelmäßig für Konzerte, Vorträge und Ausstellungen genutzt, aktuelle Termine lohnen sich oft.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Epiphaniaskirche

Die Epiphaniaskirche steht im Mannheimer Stadtteil Feudenheim und ist eine evangelische Kirche, die in den 1960er Jahren erbaut wurde. Die Planung stammt von den Mannheimer Architekten Albrecht Lange und Hans Mitzlaff. Der Kirchengebäudekomplex umfasst neben dem Gottesdienstraum auch einen Glockenturm und ein Gemeindehaus. Der kubische Baukörper mit gelber Verklinkerung wirkt zurückhaltend und schlicht, doch die vertikalen Lichtbänder an den Seiten sowie die großzügigen Glasflächen verleihen dem Gebäude eine besondere architektonische Note. Besonders auffällig ist die Plastik „Sternkreuz“ des Kunstschmieds Christian Traubel an der Außenwand, die ursprünglich für die Landeszentralbank geschaffen wurde und später der Gemeinde gestiftet wurde.

Der Innenraum der Kirche ist dreischiffig und durch Stützen gegliedert. Die vollständig aufgelöste Altarwand besteht aus Betonwaben mit eingelassenem blauem Glas nach Entwürfen von Emil Kiess. Die Orgel, erbaut von den Gebrüdern Mann, wurde im Jahr 2022 umfassend saniert und bietet auf drei Manualen und Pedal insgesamt 39 Register. Der 28,5 Meter hohe Glockenturm beherbergt fünf Glocken, die bereits kurz nach Fertigstellung des Turms eingehängt wurden. Die Kirche verfügt über barrierefreien Zugang sowie über moderne Nebenräume, darunter ein Saal im Obergeschoss, eine Teeküche und behindertengerechte Sanitäranlagen.

Die Geschichte der Epiphaniaskirche ist eng verknüpft mit dem Wachstum der evangelischen Gemeinde in Feudenheim. Ursprünglich war die Johannesgemeinde aufgrund der steigenden Mitgliederzahl in zwei Pfarreien aufgeteilt worden. Nach der Fertigstellung des Gemeindehauses der Westpfarrei wurde 1963 mit dem Bau der Kirche begonnen. Sie erhielt ihren Namen nach dem christlichen Fest Epiphanias, das die Erscheinung des Herrn feiert. Seit 2007 sind beide Pfarreien wieder vereint. Die Kirche wird heute nicht nur für Gottesdienste genutzt, sondern dient auch als Veranstaltungsort für Konzerte, Vorträge und Ausstellungen.

In den vergangenen Jahren wurde die Zukunft der Kirche mehrfach diskutiert. Ein Gutachten aus dem Jahr 2014 bezifferte den Sanierungsbedarf auf über zwei Millionen Euro. Daraufhin gründeten sich Bürgerinitiativen, die sich für den Erhalt des Gebäudes als Kulturkirche einsetzen. Heute finden hier regelmäßig kulturelle und kirchliche Veranstaltungen statt, darunter Konzerte anspruchsvoller Chöre, die von Besucherinnen und Besuchern besonders geschätzt werden. Auch politische Vorträge und Ausstellungen sind Teil des kirchlichen Programms, das von Vereinen und der Gemeinde engagiert getragen wird.

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