Denkmal/Gedenkstätte

Grundsteinlegung Stadtfeste Mannheim

Stephanienufer 1, 68163 Mannheim

Highlights

  • Die Grundsteinlegung der Stadtfeste Mannheim erfolgte 1353 mit der Errichtung der Burg Eichelsheim als Zollburg am Rhein.
  • Die Anlage diente später als Gefängnis für den Gegenpapst Johannes XXIII. und wurde im 17. Jahrhundert vollständig zerstört.
  • Heute erinnern nur noch ein Mauerrest und eine Gedenktafel am Stephanienufer an die ehemalige Veste Mannheim.

Tipps

  • Das Gelände der ehemaligen Burg Eichelsheim ist gut zu Fuß vom Mannheimer Hauptbahnhof aus erreichbar.
  • Mit etwas Fantasie lassen sich die Reste der Zollburg am Stephanienufer besichtigen.
  • Die Tram bietet eine bequeme Verbindung zum Rheinufer, wo die historische Stätte liegt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Grundsteinlegung Stadtfeste Mannheim

Der historische Ortsteil Lindenhof in Mannheim beherbergt heute den Denkmalpunkt „Grundsteinlegung Stadtfeste Mannheim“, der an die ehemalige Burg Eichelsheim erinnert. Diese mittelalterliche Niederungsburg am Rheinufer wurde erstmals als Zollstätte erwähnt und später zu einer befestigten Anlage ausgebaut. Die Burg erfüllte sowohl militärische als auch wirtschaftliche Funktionen und diente über Jahrhunderte hinweg als Kontrollpunkt für den rheinischen Schiffsverkehr.

In den Räumen der Burg fanden bedeutende geschichtliche Ereignisse statt. So hielt der Pfälzer Kurfürst Ludwig III. im Auftrag des Reiches den Gegenpapst Johannes XXIII. mehrere Jahre als Gefangenen in einem der Burgtürme. Auch Bischof Georg von Metz soll später im selben Raum inhaftiert worden sein. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, ehe sie schließlich im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs endgültig zerstört wurde. Lediglich ein Mauerrest und eine Gedenktafel am Stephanienufer erinnern heute noch an das ehemalige Bauwerk.

Die heutige Bebauung des ehemaligen Burggeländes begann um das Jahr 1900. Der Name Eichelsheim lebt jedoch weiter, unter anderem in der Benennung der Eichelsheimer Straße. Einige historische Spuren sind noch in alten Stadtplanungen dokumentiert. Am Ufer des Rheins lädt der Ort heute zu Spaziergängen ein. Die Nähe zum Mannheimer Hauptbahnhof sowie die gute Anbindung per Tram machen den Standort leicht zugänglich, auch wenn von der ursprünglichen Burganlage nichts mehr zu sehen ist.

Ein Themenschild entlang des historischen Lehrpfads Lindenhof informiert in Stichworten über die Geschichte der Zollburg. Die Anlage war unter anderem Prägestätte des „Mannheimer Pfennigs“ und zählt somit zu den wichtigen wirtschaftlichen Zentren der Region. Ihre strategische Lage am Fluss machte sie im Mittelalter zu einem bedeutenden Kontrollpunkt, der sowohl militärisch als auch handelspolitisch von großer Bedeutung war.

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