Denkmal/Gedenkstätte

VRBank (Stele)

Freiburger Str. 1, 68239 Mannheim

Highlights

  • Die VRBank-Stele in Mannheim-Seckenheim erinnert seit 2018 an den ehemaligen Bankier Georg Hörner, der im Hunsrück aufgewachsen ist.
  • Die Stele ist Teil der historischen Tafeln des Fördervereins historisches Seckenheim, die lokale Kultur und Geschichte dokumentieren.

Tipps

  • Die VRBank-Stele in Mannheim-Seckenheim bietet thematische Einblicke in die lokale Geschichte durch historische Tafeln des Fördervereins historisches Seckenheim.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht Besuchern den Zugang zu den Informationen, wobei der Platz auch für Rollstuhlfahrer geeignet gestaltet ist.
  • Die Tafeln beleuchten zentrale Ereignisse wie die Elektrifizierung der OEG (1927/28) oder die Entwicklung der Zähringerstraße als historische Ost-West-Verbindung.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

VRBank Stele Mannheim – Kulturdenkmal entdecken

Die VRBank-Stele in Mannheim-Seckenheim ist eine historische Tafel des Fördervereins „historisches Seckenheim“, die einen Einblick in die regionale Vergangenheit bietet. Konzipiert vom Marchivum, gehört sie zu einer Reihe thematischer Schwerpunkte, die das kulturelle Gedächtnis des Ortes bewahren. Die Tafel beleuchtet zentrale Ereignisse wie die Elektrifizierung der OEG in den 1920er-Jahren, die die Infrastruktur Seckenheims prägte. Ein besonderer Fokus liegt auf der Zähringerstraße, der ältesten Ost-West-Verbindung, die einst als Durchgangsroute durch das Dorf führte und später durch den Bau der Chaussee nach Heidelberg (1750–1760) an Bedeutung gewann.

Ein weiteres Highlight der Tafel ist das Kriegerdenkmal von 1900, das an den deutsch-französischen Krieg (1870–1871) erinnerte. Ursprünglich aus Bronze gefertigt, wurde es 1942 für Kriegszwecke eingeschmolzen – ein Schicksal, das viele historische Denkmäler in der Region teilten. Die Tafel thematisiert zudem die Transformation Seckenheims vom ländlich geprägten Ort zum modernen Stadtteil, etwa durch den Bau des Wasserturms (ab 1909) oder die Umgestaltung des Seckenheimer Rieds, das einst bis über den Rhein reichte. Die historische Entwicklung des Neckars als Lebensraum und seine spätere Verschmutzung ab den 1970er-Jahren werden ebenfalls erwähnt.

Die VRBank-Stele verbindet soziokulturelle Aspekte mit baugeschichtlichen Details, etwa das Eckhaus an der Zähringer-/Kloppenheimer Straße, das seit dem 19. Jahrhundert als Bäckerei diente und heute noch in Originalform erhalten ist. Daneben wird auf die Gaststätte „Zum Schwanen“ hingewiesen, die bis 1922 bestand, sowie auf die „Grube“, einen ehemaligen Neckararm, der als Versammlungsplatz diente. Die Tafel dient als Brücke zu weiteren historischen Quellen, darunter die Ortschronik des Heimatmuseums Seckenheim, das vertiefende Einblicke in Bauwerke, Dokumente und Vereinsaktivitäten bietet.

Durch ihre Verbindung von Alltagsgeschichte und prägenden Meilensteinen – von der Eisenbahn bis zur modernen Infrastruktur – wird die VRBank-Stele zu einem zentralen Punkt für Geschichtsinteressierte. Sie zeigt, wie Seckenheim aus einem bäuerlichen Dorf zum integrierten Stadtteil Mannheims wurde, ohne dabei die regionalen Besonderheiten wie die Hunsarigg-Region oder die Verbindung zum Neckar zu verlieren. Die Tafel des Fördervereins ist somit nicht nur ein Denkmal, sondern ein lebendiges Stück lokaler Identität.

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