Museum

Geiseltalmuseum

Domstraße 5, 06100 Halle (Saale)

Highlights

  • Das Geiseltalmuseum beherbergt eine der weltweit wichtigsten Referenzsammlungen für Eozän-Fossilien mit über 2 Mio. Objekten.
  • Die Sammlung umfasst Paläontologie, Geologie, Mineralogie und Meteoritenkunde – einzigartig in Europa.
  • Führungen durch die historische Geiseltal-Sammlung finden ausschließlich im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen statt.

Tipps

  • Der Zugang zum Geiseltalmuseum erfolgt ausschließlich über geführte Rundgänge, die im Foyer der Neuen Residenz beginnen.
  • Die historischen Sammlungssäle des Geiseltalmuseums bieten Einblicke in die fossilen Überreste des Geiseltals als einzigartiges Zeugnis der Erdgeschichte.
  • Ein barrierefreier Zugang zum Museum wird durch rollstuhlgerechte Wege und Aufzüge in der Neuen Residenz ermöglicht.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Geiseltalmuseum Halle (Saale) – Kultur-Ausflug

Das Geiseltalmuseum in Halle (Saale) ist ein faszinierender Bestandteil der naturkundlichen Schätze der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Teil des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen (ZNS). Die Sammlung gehört zu den bedeutendsten ihrer Art in Europa und vereint über 250 Jahre wissenschaftliche Arbeit in einem einzigartigen Archiv der Natur. Hier werden Millionen von Objekten aus Paläontologie, Geologie und Biodiversität bewahrt – darunter fünf Sammlungen, die als „national wertvolle Kulturgüter“ unter besonderem Schutz stehen.

Ein besonderer Schwerpunkt des Geiseltalmuseums liegt auf der Geiseltal-Sammlung, einer der weltweit wichtigsten Referenzkollektionen für Fossilien aus dem Eozän. Die Sammlung umfasst geschätzte zwei Millionen Objekte und deckt Paläontologie, Mineralogie sowie Meteoritenkunde ab. Besonders hervorzuheben ist der Holotypus von Limulus henkelii, ein wissenschaftlich bedeutsames Fossil, das Einblicke in die frühe Erdgeschichte bietet. Die Objekte dienen nicht nur der Forschung, sondern auch der Lehre und dem Wissenstransfer – etwa durch internationale Drittmittelprojekte und Kooperationen.

Neben der Geiseltal-Sammlung bietet das ZNS auch die zoologische Sammlung mit der berühmten Schönwetter-Kollektion, einer der bedeutendsten eierkundlichen Vergleichssammlungen Deutschlands. Daneben umfasst das Museum die haustierkundliche Sammlung „Julius Kühn“, die mit rund 6.000 dokumentierten Objekten – darunter Skelette und Dermoplastiken – die Entwicklung von Haustieren dokumentiert. Beide Sammlungen sind nur durch geführte Touren zugänglich, die Einblicke in historische Präparate und wissenschaftliche Präparationsmethoden ermöglichen.

Die Sammlungen des ZNS sind in historischen Gebäuden wie der Neuen Residenz untergebracht, die seit dem 19. Jahrhundert als Schau- und Lehrmagazin dienten. Aktuell befindet sich die Geiseltal-Sammlung hier, während weitere naturkundliche Bestände wie Geologie und Paläontologie in Außenlagern verwahrt werden. Geplant ist eine zukünftige Bündelung aller Sammlungen in einem erweiterten Gebäudekomplex, um Forschung, Lehre und Öffentlichkeit noch besser zu verbinden. Führungen durch das Geiseltalmuseum, die Zoologische Sammlung und das Museum für Haustierkunde können vorab gebucht werden.

Das Geiseltalmuseum verbindet damit wissenschaftliche Exzellenz mit kultureller Tradition und zeigt, wie Naturgeschichte lebendig bleibt. Ob als Archiv der Biodiversität, als Fundus für fossile Überreste oder als Spiegel der Haustierzucht – die Sammlung ist ein unverzichtbarer Ort für alle, die sich für die Entwicklung des Lebens auf der Erde und die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur interessieren.

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