Denkmal/Gedenkstätte

Elisabethtrappe

35039 Marburg

Highlights

  • Die Elisabethtrappe ist ein Felsbrocken im Marburger Wald mit einer Schuhsohlen-Vertiefung.
  • Legenden zufolge soll Elisabeth von Thüringen hier von einem Wolf geflohen sein.
  • Das sich sammelnde Wasser in der Vertiefung galt als heilend bei Augenleiden.

Tipps

  • Die Elisabethtrappe ist ein markanter Felsbrocken im Wald der Marburger Lahnberge, nahe der Sonnenblick-Klinik gelegen und über einen kurzen Waldweg erreichbar.
  • Vor Ort findet sich eine Vertiefung im Stein, die an einen Fußabdruck erinnert und Teil einer Legende um Elisabeth von Thüringen ist.
  • Der Stein ist mit dem Elisabethpfad verbunden, einem Weg der Jakobspilger von Eisenach nach Marburg, der direkt an der Trappe vorbeiführt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Elisabethtrappe

Die Elisabethtrappe ist ein im Wald der Lahnberge gelegener Felsbrocken nahe der Sonnenblick-Klinik in Marburg. Der markante Stein ist über einen kurzen Waldweg erreichbar und zieht Wanderer und Pilger an, die dem Elisabethpfad folgen – einem historischen Weg, der von Eisenach nach Marburg führt und eng mit der Heiligen Elisabeth von Thüringen verbunden ist. Obwohl sich der Ort direkt auf dem Pilgerweg befindet, gibt es vor Ort keine offizielle Erklärung zum Hintergrund des Felsens.

Die Bezeichnung „Trappe“ deutet auf einen festen Auftritt oder eine Spur hin. Der Stein trägt tatsächlich eine Vertiefung, die an einen Fußabdruck erinnert. Eine lokale Sage knüpft daran eine dramatische Begegnung der Heiligen Elisabeth mit einem Wolf an. Demnach soll Elisabeth in höchster Not vom Felsen aus einem Baum zu entkommen versucht haben, wobei sich neben ihrem eigenen Abdruck auch die Pfoten des Wolfes in den Stein geprägt haben. Das in den Vertiefungen gesammelte Wasser galt einst als heilkräftig, insbesondere bei Augenleiden.

Trotz der engen Verknüpfung mit der Elisabeth-Legende bleibt die Herkunft und Bedeutung der Elisabethtrappe in schriftlichen Quellen weitgehend unerwähnt. Weder heimatkundliche Literatur noch offizielle Erklärungen bieten Aufschluss. Lediglich mundgereichte Überlieferungen und vereinzelte Hinweisschilder im Wald erinnern an die Sage. Die Stelle wirkt dennoch auf Besucher:innen geheimnisvoll und einladend, nicht zuletzt wegen der ruhigen Waldumgebung und der landschaftlichen Lage in den Lahnbergen im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Die Elisabethtrappe ist ein stiller Ort am Rande des bewegten Alltags, der sowohl Wanderern als auch Interessierten der regionalen Geschichte einen kurzen, aber eindrucksvollen Halt im Freien bietet. Die ungewöhnliche Form des Felsens und die damit verbundene Sage machen ihn zu einem kulturhistorisch interessanten Denkmal in der marburgischen Hügellandschaft.

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