Lukaskirche
Highlights
- Die Lukasgemeinde Marburg wurde 1962 als siebte evangelische Gemeinde gegründet und bedient seit 1963 mit ‚Lukas II‘ eine der ersten Frauen als Gemeindepfarrerin in Kurhessen-Waldeck.
- 1967 entstand aus dem Zuzug in Neubaugebieten die dritte Pfarrstelle ‚Lukas III‘ (Richtsberg), um den wachsenden Pfarrbezirk zu versorgen.
- Die Lukasgemeinde entstand 1950–1960 in der Brüder-Grimm-Straße als sozialer Neubau für Arbeitslose und expandierte später mit rollstuhlgerechten Zugängen und Parkplätzen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in den Kirchenraum.
- Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe der Kirche zur Verfügung, um die Anreise zu erleichtern.
- Barrierefreie Toiletten sind im Gebäude vorhanden und bieten Komfort für alle Gäste während des Besuchs.
Eigenschaften
Kultur & Sakrales in Marburg: Lukaskirche entdecken
Die Lukaskirche in Marburg ist ein prägendes Wahrzeichen der evangelischen Gemeinde und ein Ort der Begegnung, des Gebets und der kulturellen Tradition. Gegründet 1962 als Ergänzung zu den historischen Kirchen der Stadt, entstand sie im Rahmen des rasanten Wachstums des Stadtteils rund um die Brüder-Grimm-Straße – einem Viertel, das in den 1950er- und 1960er-Jahren durch sozialen Wohnungsbau und die Ansiedlung von Familien geprägt wurde. Ursprünglich als siebter Pfarrbezirk der Lutherischen Pfarrkirche konzipiert, entwickelte sich die Lukasgemeinde schnell zu einem lebendigen Zentrum für die neu zugezogenen Einwohner.
Architektonisch verkörpert die Lukaskirche den modernen Kirchenbau der Nachkriegszeit: Einfache, funktionale Formen und eine offene Gestaltung schaffen eine Atmosphäre der Zugänglichkeit. Besonders hervorzuheben ist die barrierefreie Ausrichtung – mit rollstuhlgerechtem Zugang und Parkplatz sowie einem behindertengerechten WC – die sie zu einem inklusiven Ort für alle Besucher macht. Die Gemeinde pflegt seit Jahrzehnten eine vielfältige Gottesdienstkultur, die neben klassischen Liturgien auch meditative Andachten und familienfreundliche Formate anbietet. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Einführung von Ehrenvorständen und Kirchenältesten wider, die seit 2026 die Arbeit der Gemeinde aktiv begleiten.
Ein besonderer Blickfang ist die Geschichte der Gemeindepfarrerinnen: Bereits 1963 übernahm eine Frau die zweite Pfarrstelle der Lukasgemeinde und wurde damit zur ersten Gemeindepfarrerin in der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck. Diese Pionierrolle unterstreicht den reformatorischen Geist der Kirche, der Gleichberechtigung und moderne Seelsorge verbindet. Die Lukasgemeinde ist zudem eng mit dem sozialen Umfeld verbunden – etwa durch die Errichtung von Siedlerhäusern für Arbeitslose ab den 1930er-Jahren oder die spätere Erschließung neuer Wohngebiete, die den Pfarrbezirk weiter prägten.
Als Teil des evangelischen Lebensraums in Marburg verbindet die Lukaskirche Tradition mit zeitgemäßer Spiritualität. Sie lädt ein, ob für einen klassischen Gottesdienst, eine stille Andacht oder ein gemeinschaftliches Fest – immer mit dem Ziel, Glauben erlebbar und die Gemeinschaft stärken zu können. Die positive Resonanz der Besucher, die die Kirche mit einem Durchschnitt von 4,3 Sternen bewerten, unterstreicht ihren Status als geliebter Ort der Sehnsucht und des Austauschs in der Marburger Innenstadt.