Pfarrheim St. Elisabeth
Highlights
- Sie war früher eine bedeutende Wallfahrtskirche und diente als Grabstätte der Hessischen Landgrafen.
- Heute ist sie Gemeindekirche und ein Denkmal kirchlicher Kunst mit jährlich zehntausenden Besuchern.
Tipps
- Die Elisabethkirche in Marburg ist die älteste gotische Hallenkirche Deutschlands und wurde über dem Grab der Heiligen Elisabeth erbaut.
- Während der Renovierung ist der hintere Teil der Kirche nicht zugänglich, der Elisabethschrein bleibt jedoch weiterhin besichtigbar.
- Die Kirche bietet regelmäßig Konzerte und musikalische Gottesdienste sowie Führungen für Besucher an.
Eigenschaften
Über Pfarrheim St. Elisabeth
Die Pfarrheim St. Elisabeth in Marburg ist eine der ältesten rein gotischen Hallenkirchen Deutschlands und zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern des Mittelalters. Errichtet über dem Grab der Heiligen Elisabeth, entwickelte sich die Kirche früh zu einer der wichtigsten Wallfahrtsstätten Europas. Ihre architektonische Gestaltung hatte großen Einfluss auf den Kirchenbau in Deutschland und etablierte den Typus der gotischen Hallenkirche. Die Anfänge reichen in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück, als auf Initiative des Deutschen Ordens die Heiligsprechung Elisabeths erfolgte und mit dem Bau der Kirche begonnen wurde.
Historisch gesehen vereint die Elisabethkirche mehrere Funktionen: Sie war Grabstätte der Heiligen Elisabeth sowie der hessischen Landgrafen und diente als zentrales Gotteshaus des Deutschen Ordens. Nach der Reformation wurde sie zunächst evangelisch geprägt und blieb dies auch nach anfänglicher Gleichzeitigkeit katholischer und evangelischer Gottesdienste im 19. Jahrhundert. Heute dient sie sowohl als evangelische Gemeindekirche mit regelmäßigen Gottesdiensten als auch als kulturhistorisches Denkmal, das jährlich tausende Besucher anzieht.
Die Kirche befindet sich derzeit in einer umfassenden Sanierungsphase, deren Ziel es ist, die ursprüngliche Farbfassung des 13. Jahrhunderts wiederherzustellen. Aufgrund der Bauarbeiten sind einzelne Bereiche, darunter der Elisabethchor und der Hohe Chor, zeitweise nicht zugänglich. Dennoch bleibt der Elisabethschrein für Besucher geöffnet, ebenso wie das Hauptschiff der Kirche. Führungen bieten die Möglichkeit, die Geschichte und Architektur des Ortes kennenzulernen, während regelmäßige Orgelkonzerte und musikalische Veranstaltungen die kulturelle Bedeutung des Hauses unterstreichen.
Die Pfarrheim St. Elisabeth liegt zentral zwischen Bahnhof und historischer Altstadt und ist zu Fuß leicht erreichbar. Die barrierefreie Zugänglichkeit ermöglicht Besuchen mit eingeschränkter Mobilität einen uneingeschränkten Zugang zu den öffentlich einsehbaren Bereichen. Die Sakristei sowie der Bereich um den goldenen Schrein sind gegen eine geringe Eintrittsgebühr zu besichtigen, auch während der laufenden Restaurierungsarbeiten. Die Kirche verkörpert damit weiterhin ihren doppelten Charakter als Ort des Glaubens und als Zeugnis mittelalterlicher Baukunst.