Hepbacher-Leimbacher Ried
Highlights
- Das Hepbacher-Leimbacher Ried ist ein Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet östlich von Friedrichshafen.
- Es schützt Reste eines ehemaligen Niedermoorkomplexes und dient als Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten.
- Das Gebiet umfasst mehrere Teilflächen und wird durch Heckrinderbeweidung vor Verbuschung geschützt.
Tipps
- Das Gelände ist nicht vollständig ebenerdig – geeignetes Schuhwerk wird empfohlen.
- Der Besuch lohnt sich besonders für Naturinteressierte, die seltene Pflanzen- und Tierarten beobachten möchten.
- Auf dem Gelände befinden sich verlandete Weiher – ein Besuch am frühen Morgen kann Tierbeobachtungen fördern.
Eigenschaften
Ausflug Natur Schutz NSG Hepbacher-Leimbacher Ried Friedrichshafen
Das Hepbacher-Leimbacher Ried ist ein bedeutendes Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet im Osten von Friedrichshafen im baden-württembergischen Bodenseekreis. Es zählt zu den geschützten Flächen, die ursprünglich vom Regierungspräsidium Tübingen ausgewiesen wurden, um die Reste eines einst weitläufigen Niedermoorkomplexes langfristig zu erhalten. Mit einer Fläche von rund 46 Hektar erstreckt sich das Naturschutzgebiet über die Gemarkungen von Friedrichshafen, Markdorf und Oberteuringen. Direkt angrenzend liegt das etwa 67 Hektar große Landschaftsschutzgebiet, das den Schutz des Naturschutzgebiets ergänzt und störende Einflüsse aus der näheren Umgebung abwehrt.
Das Gelände des Hepbacher-Leimbacher Rieds gliedert sich in mehrere Teilbereiche, die nicht zusammenhängend angelegt sind. Der namensgebende Kernbereich befindet sich nördlich der Kreisstraße 7742 auf Markdorfer Flur. Südlich der Straße liegen weitere Schutzflächen auf Friedrichshafener Gebiet, darunter die zwei Raderacher Weihern und ein kleines ehemaliges Torfstich-Areal zwischen den Drumlins Mittelberg und Hugenloh. Im Norden des Schutzgebiets liegt das Untere Ried mit mächtigen Torfschichten von bis zu zehn Metern. Diese landschaftliche Vielfalt prägt das besondere ökologische Profil des Rieds, das auf einer Höhe von etwa 444 Metern über Normalnull liegt.
Das Hepbacher-Leimbacher Ried dient als Lebensraum für eine artenreiche und zum Teil vom Aussterben bedrohte Flora und Fauna. Zu den schützenswerten Pflanzenarten zählen unter anderem die Niedrige Birke, der Gewöhnliche Froschlöffel, verschiedene Laichkrautarten sowie seltene Orchideen wie die Sumpf-Stendelwurz und die Wohlriechende Händelwurz. Auch der Breitblättrige Rohrkolben, das Echte Mädesüß und die Gelbe Schwertlilie sind hier zu finden. Das Ried beherbergt zudem seltene Arten wie den Klatschmohn und die Prachtnelke. Diese Pflanzenvielfalt trägt dazu bei, das Gelände zu einem wertvollen Biotop für viele Tierarten zu machen.
Die Fauna des Hepbacher-Leimbacher Rieds profitiert von den naturnahen Lebensbedingungen. Das Gebiet dient als Brut-, Rast- und Nahrungsraum für verschiedene, teils gefährdete Tierarten. Um das empfindliche Ökosystem langfristig zu erhalten, wird auf eine extensive Beweidung mit Heckrindern gesetzt. Diese verhindert das Verbuschen und die Wiederbewaldung des Geländes und trägt somit zur Erhaltung der offenen, feuchten Strukturen bei, die für die Artenvielfalt des Niedermoors lebenswichtig sind. Auch das Quellgebiet der Brunnisach innerhalb des Rieds unterstreicht die ökologische Bedeutung des Gebiets.
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Häufige Fragen zu Hepbacher-Leimbacher Ried
Wo befindet sich das Hepbacher-Leimbacher Ried?
Quelle: wikipedia
Welche Schutzstatus hat das Hepbacher-Leimbacher Ried?
Quelle: wikipedia
Warum ist das Hepbacher-Leimbacher Ried besonders?
Quelle: wikipedia
Wie wird das Hepbacher-Leimbacher Ried gepflegt?
Quelle: wikipedia