Kirche/Kloster

Bartholomäuskirche

Kirchpl. 1, 71706 Markgröningen

Highlights

  • Die Bartholomäuskirche in Markgröningen ist ein gotischer Kirchenbau aus dem 13. bis 15. Jahrhundert.
  • Sie ersetzte eine romanische Basilika und verfügt über zwei Türme mit unterschiedlichen Helmen.
  • Grabstein und Glocke stammen aus der Zeit der Grafen von Württemberg.

Tipps

  • Die Kirche ist werktags ab 14.30 Uhr geöffnet, was später als in vielen anderen Städten ist.
  • Die Akustik der Kirche eignet sich besonders gut für Konzerte und musikalische Veranstaltungen.
  • Ein archäologisches Fenster im Kirchenboden ermöglicht einen Blick auf die Grundmauern der Vorgängerbasilika.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Bartholomäuskirche

Die Bartholomäuskirche in Markgröningen ist ein gotischer Kirchenbau, der sich über mehrere Jahrhunderte entwickelt hat und heute zu den bedeutenden sakralen Kulturdenkmälern des Landkreises Ludwigsburg zählt. Die evangelische Kirche wurde im frühen Mittelalter auf den Fundamenten einer älteren, romanischen Basilika errichtet, die ihrerseits möglicherweise auf einer noch früheren Wehrkirche stand. Die heutige Kirche erhielt ihre gotische Form ab dem 13. Jahrhundert und wurde in weiterer Folge bis ins 15. Jahrhundert ausgebaut. Sie ist dem Apostel Bartholomäus geweiht und verfügt über zwei unterschiedlich gestaltete Türme, die durch ihre charakteristischen Helme auffallen.

Die Baugeschichte der Kirche ist eng verknüpft mit der regionalen Geschichte der ehemaligen Reichsstadt Grüningen. Der Neubau wurde im Zuge des Ausbaus der Siedlung und unter dem Einfluss der Grafen von Württemberg initiiert. Ein Fragment einer Weiheinschrift an der Kanzel nennt das Jahr der Weihe, das mit der Stiftung durch Hartmann II. und dem Abschluss durch seinen Sohn Hartmann III. übereinstimmt. Der Grabstein des Hartmann III. im Inneren der Kirche zählt zu den ältesten erhaltenen Wappenreliefs des Hauses Württemberg. Auch eine Glocke aus der Zeit um 1272, gestiftet von Graf Hartmann II., gehört zu den bemerkenswerten Zeugnissen der frühen Kirchengeschichte.

Im Inneren zeigt die Kirche eine schlichte, aber dennoch eindrucksvolle Ausstattung. Einige verblasste Wandmalereien sowie einzelne Skulpturen zeugen von der künstlerischen Gestaltung vergangener Epochen. Der Altarraum mit seinen Seitenkapellen wird von einem Kreuzrippengewölbe überspannt. Im Zuge eines archäologischen Projekts wurde 1984 der Boden der ehemaligen romanischen Basilika freigelegt, der heute durch ein Fenster im Kirchenboden sichtbar ist. Diese unterirdische Fundstelle verdeutlicht die archäologische Bedeutung des Ortes, der möglicherweise auf karolingische Ursprünge zurückgeht.

Die Kirche hat eine gewisse touristische und kulturelle Relevanz. Besucher loben die Akustik und den Klang der Kirche, wie bei Konzerten des Helene-Lange-Gymnasiums erlebbar. Werktags ist die Kirche erst ab Uhr geöffnet, was von Gästen als weniger praktisch empfunden wird im Vergleich zu anderen evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg. Dennoch wird die Bartholomäuskirche als sehenswertes Bauwerk wahrgenommen, das sowohl architektonisch als auch historisch überzeugt. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,6 von 5 Sternen spiegelt sich diese Wertschätzung in den Meinungen der Besucher wider.

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