Soldatengrab
Highlights
- Die Burgruine Speckfeld liegt auf einem 420 Meter hohen Bergkegel bei Markt Einersheim.
- Erste Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1200, erbaut von den Edelherren von Speckfeld.
- Heute ist die Ruine ein Baudenkmal und befindet sich im Besitz der bayerischen Staatsforsten.
Tipps
- Der Weg zur Burgruine Speckfeld ist etwa 2,5 Kilometer lang und führt vom Parkplatz am Augustiner am See aus mit mäßiger Steigung bergan.
- Die Ruine selbst ist klein und besteht hauptsächlich aus den Überresten eines Turms, bietet jedoch einen idyllischen Ausblick und eine schöne Landschaft.
- Bei sonnigem Wetter lohnt sich der Aufstieg besonders, während bei Bewölkung die Sicht etwas trüb sein kann.
Eigenschaften
Über Soldatengrab
Die Burgruine Speckfeld erhebt sich auf einem bewaldeten Bergkegel, der als „Schlossberg“ bekannt ist und etwa 2550 Meter nordöstlich des Marktes Markt Einersheim im Landkreis Kitzingen liegt. Die Höhenburg, deren Ursprünge ins Mittelalter zurückreichen, wurde vermutlich um das Jahr 1200 errichtet und zählt heute zu den bedeutenden kulturhistorischen Zeugnissen der Region. Die Anlage befand sich einst unter der Herrschaft der Edelherren von Speckfeld, später folgten die Herren von Hohenlohe sowie die Grafen von Castell und die Schenken von Limpurg. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, ehe sie ab dem 18. Jahrhundert allmählich in Verfall geriet und schließlich als Steinbruch genutzt wurde. Seit 1991 erfolgen Restaurierungsarbeiten durch die bayerischen Staatsforsten.
Heute sind von der ehemaligen Burganlage noch deutliche Reste erhalten, darunter eine etwa 15 Meter hohe Mauer mit Torbogen und Fensteröffnungen sowie die Seitenwand des ehemaligen Torturms, der als Bergfried diente. Weitere erhaltene Elemente umfassen Überreste eines Burgkellers, kleine Gewölbestrukturen und den historischen Burgbrunnen. An drei Seiten lässt sich zudem der ehemalige Burggraben erkennen. Die Ruine ist sowohl als Baudenkmal als auch als Bodendenkmal beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege registriert. Die unmittelbare Umgebung der Burgruine liegt innerhalb des Naturwaldreservats Speckfeld, in dem verschiedene geschützte Tierarten nachgewiesen wurden, darunter die Bechsteinfledermaus.
Der Weg zur Ruine erstreckt sich über etwa 2,5 Kilometer mit moderater Steigung vom Parkplatz am „Augustiner am See“ aus. Wanderer berichten von einem idyllischen Aufstieg durch eine landschaftlich reizvolle Umgebung, die besonders im Frühjahr vom Duft des Bärlauchs geprägt ist. Obwohl die Burgruine selbst aufgrund ihrer geringen Größe und Erhaltung als weniger spektakulär bewertet wird, bietet der Aufenthalt aufgrund der ruhigen Waldumgebung und der Aussicht lohnenswerte Momente. Die Sage vom verborgenen Schatz unter den Ruinen nach der Zerstörung im Bauernkrieg trägt bis heute zur Faszination des Ortes bei. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,3 von 5 Sternen bei zahlreichen Besuchermeinungen zählt der Standort zu den gehobenen kulturellen Ausflugszielen im unterfränkischen Raum.