St. Korbinian
Tipps
- Die barocke Pfarrkirche St. Korbinian in Westerholzhausen ist nach dem ersten Bischof von Freising benannt und wurde 1764 durch Umbau eines gotischen Vorgängerbaus errichtet.
- Das Langhaus wurde 1861 verlängert, der Chor ist dreiseitig geschlossen, und der Turm wurde im 19. Jahrhundert aufgestockt.
- Im Inneren befinden sich ein Rokoko-Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert sowie Deckenfresken und Emporenbilder von Johann Georg Dieffenbrunner und Josef Wittmann.
Eigenschaften
Über St. Korbinian
Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Korbinian in Westerholzhausen, einem Ortsteil von Markt Indersdorf im Landkreis Dachau, zählt zu den sakralen Kulturdenkmälern der Region. Die Kirche ist nach St. Korbinian, dem ersten Bischof von Freising, benannt und steht unter dem Schutz des Erzbistums München und Freising. Sie ist Teil des Dekanats Dachau und wird in der Denkmalliste unter der Nummer D-1-74-131-61 geführt.
Das Bauwerk vereint verschiedene Baustile und Epochen. Ursprünglich spätgotisch, wurde die Kirche im Zuge eines umfassenden Umbaus im 18. Jahrhundert zu einer barocken Saalkirche umgestaltet. Das Langhaus stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert, der Chor sowie der Chorflankenturm weisen noch spätgotische Bauteile auf. Im 19. Jahrhundert wurde das Langhaus nach Westen verlängert und ein Vorbau an der Fassade angefügt. Der Chorturm erhielt im gleichen Zeitraum ein zusätzliches Geschoss. Im Turm befinden sich vier Glocken, gegossen in zwei verschiedenen Epochen: zwei im späten 19. Jahrhundert, zwei weitere in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Über den Turmgiebeln erhebt sich ein spitzer Helm, der das Stadtbild prägt.
Das Innere der Kirche zeichnet sich durch kunstvolle barocke Ausstattungselemente aus. An der Decke des Chors befindet sich ein Deckenfresko aus dem Jahr des Umbaus, das dem Maler Johann Georg Dieffenbrunner zugeschrieben wird. Die Emporebrüstung zeigt weitere Abbilder, die auf Josef Wittmann zurückgehen. Der Hochaltar, ursprünglich aus dem frühen 18. Jahrhundert, wurde im Zuge der barocken Umgestaltung im Rokoko-Stil umgearbeitet. Er zeigt eine thronende Muttergottes mit dem Jesuskind, flankiert von heiligen Figuren. Im Altarauszug ist St. Korbinian mit seinem Legendenbären dargestellt. Der spätere neubarocke Tabernakel wurde im Jahr 1883 eingefügt. Die Orgel auf der Empore entstand 1960 und ist als pneumatisches Kegelladen-Instrument konzipiert.
Die Kirche St. Korbinian liegt ruhig und idyllisch inmitten des Ortes. Sie lädt mit ihrer architektonischen und künstlerischen Ausstattung zu einer Besinnung im sakralen Raum ein. Die harmonische Verbindung von spätgotischen und barocken Elementen sowie die kunsthandwerkliche Qualität der Innenausstattung machen sie zu einem bemerkenswerten Zeugnis kirchlicher Baukultur im Landkreis Dachau.