Naturschutzgebiet

Gipshöhle Höllern und Gipshügel "Sieben Buckel"

91478 Markt Nordheim

Highlights

  • Die Gipshöhle Höllern ist die größte begehbare Gipsauslaugungshöhle im süddeutschen Raum und bildet ein wichtiges Fledermauswinterquartier.
  • Die Sieben Buckel sind Gipshügel mit Dolinenlandschaft und zahlreichen kleinen Höhlen, entstanden durch Gipsverkarstung.
  • Das 10 Hektar große Naturschutzgebiet beherbergt seltene nacheiszeitliche Flora wie das Frühlings-Adonisröschen.

Tipps

  • Wanderung zur Gipshöhle Höllern lohnt sich besonders für Naturliebhaber, die seltene Flora und Fauna entdecken möchten.
  • Die „Sieben Buckel“ bieten auf kurzen Wegen eindrucksvolle Einblicke in eine karstähnliche Dolinenlandschaft aus Gips.
  • Fledermausbeobachtungen sind möglich, weshalb Besuche außerhalb der Hauptzeiten ratsam sind, um Störung zu vermeiden.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Ganzjährig

Ausflug Natur Schutz NSG Gipshöhle Höllern und Gipshügel Sieben Buckel Markt Nor

Die Gipshöhle Höllern und der Gipshügel „Sieben Buckel“ liegen im bayerischen Markt Nordheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Inmitten der offenen Talmulde des Ehegrundes, etwa 1,5 Kilometer südlich des Ortskerns, erstreckt sich dieses seit Jahrzehnten ausgewiesene Naturschutzgebiet. Mit einer Fläche von rund zehn Hektar beherbergt es einzigartige geologische und ökologische Strukturen, die es zu einem von bundesweit hoher Bedeutung machen. Es ist unter der Katasternummer NSG-.01 beim Bayerischen Landesamt für Umwelt registriert und zählt zu den besonders geschützten Landschaftsflächen der Region.

Das Naturschutzgebiet gliedert sich in zwei Hauptbestandteile: die Gipshöhle Höllern und die Gipshügel „Sieben Buckel“. Die Höhle ist ein bemerkenswertes Geotop und die einzige bekannte begehbare Gipsauslaugungshöhle im süddeutschen Raum. Ihre Gänge folgen dem natürlichen Kluftsystem im Gipskeuper und bieten ein eindrucksvolles Bild geologischer Prozesse. Mit einer Länge von über 1000 Metern erstreckt sich das Höhlensystem knapp unter der Erdoberfläche und zeigt typische Formen der Gipsverwitterung. Obwohl die Höhle aufgrund ihrer Bedeutung als Winterquartier für Fledermäuse unter Naturschutz steht, ist sie für Besucher nicht zugänglich. Südlich davon erheben sich die „Sieben Buckel“, eine landschaftlich reizvolle Dolinenregion mit kleinen Höhlungen und strukturreichen Geländeformen, die ebenfalls als Geotop ausgewiesen sind.

Die Flora des Naturschutzgebiets beeindruckt durch ihre Seltenheit und ihren nacheiszeitlichen Charakter. Hier gedeihen Pflanzenarten, die ursprünglich aus der Steppenheide stammen, darunter verschiedene Federgräser. Im Frühjahr erstrahlen die Hänge in gelb durch das seltene Frühlings-Adonisröschen, während Kalk-Astern mit ihren farbenfrohen Blüten den Sommer über bis in den Herbst hinein prägen. Die Pflege der Flächen erfolgt extensiv durch Mahd oder Beweidung, wodurch sich wertvolle Magerrasen erhalten und weiterentwickeln können. Diese Vielfalt an Lebensräumen macht das Gebiet auch für seltene Tierarten attraktiv, insbesondere für verschiedene Fledermausarten, die hier ihre Nistplätze finden.

Das Gelände ist größtenteils öffentlich zugänglich, allerdings dürfen außerhalb der ausgewiesenen Wege keine Flächen betreten werden. Ein Teil des Areals ist eingezäunt und dient als Weideland. Informationsbretter entlang des Rundwegs bieten Einblicke in die Geologie, Biologie und Geschichte des Naturschutzgebiets. Allerdings mangelt es an direkten Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Besucher sollten daher mit dem Rad oder zu Fuß anreisen. Besonders lohnenswert ist der Ausflug für Naturliebhaber, Geologieinteressierte und alle, die die besondere Stille und Eigenartigkeit einer von Gips geprägten Landschaft erfahren möchten.

Trotz seines geschützten Status ist das Gebiet durch den nahegelegenen industriellen Gipsabbau bedroht. Die Zerstörung von Lebensräumen und mögliche Eingriffe in das sensible Gleichgewicht der Region stellen eine erhebliche Gefahr für die einzigartige Natur dar. Das Naturschutzgebiet steht somit nicht nur im Fokus des Naturschutzes, sondern auch im Spannungsfeld zwischen Erhalt und wirtschaftlicher Nutzung der Umgebung.

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Häufige Fragen zu Gipshöhle Höllern und Gipshügel "Sieben Buckel"

Wo befindet sich die Gipshöhle Höllern?
Die Gipshöhle Höllern liegt im Naturschutzgebiet bei Markt Nordheim, etwa 1,5 km südlich des Orts im Ehegrund. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was ist das Besondere an der Gipshöhle Höllern?
Sie ist die größte begehbare Gipsauslaugungshöhle im süddeutschen Raum und bildet ein wichtiges Winterquartier für Fledermäuse. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Bedeutung haben die Sieben Buckel?
Die Sieben Buckel sind Gipshügel mit einer Dolinenlandschaft und zahlreichen kleinen Höhlen, entstanden durch eingebrochene Geländerinnen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche seltenen Pflanzen wachsen im Naturschutzgebiet?
Im Gebiet gedeihen nacheiszeitliche Steppenheidepflanzen sowie das seltene Frühlings-Adonisröschen und Kalk-Aster. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Darf man das Gelände betreten?
Das Naturschutzgebiet ist größtenteils frei zugänglich, aber abseits der Wege darf es nicht betreten werden. Ein Teil ist eingezäunt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia