Denkmal/Gedenkstätte

Kaak

23552, 23539 Markt

Highlights

  • Der Kaak in Lübeck ist ein historisches Backsteingebäude mit gotischen Bauteilen, das seit 1579 mehrfach umgebaut und 1986/87 nach Zerstörungen neu errichtet wurde.
  • Ursprünglich als Marktgebäude genutzt, diente der Kaak im 18.–18. Jahrhundert als Buttermarkt; heute ist er ein Kulturdenkmal mit rollstuhlgerechtem Zugang.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Zugang zu den historischen Räumlichkeiten des Kaaks.
  • Die gotischen Bauteile im Obergeschoss dokumentieren die originale Bausubstanz aus dem 15. Jahrhundert und deren Wiederherstellung nach Zerstörungen.
  • Die historische Nutzung als Buttermarkt im 18. Jahrhundert wird durch archäologische Funde und historische Dokumente belegt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Kaak in Markt entdecken

Der Kaak in Markt ist eines der faszinierendsten historischen Bauwerke Lübecks und verkörpert die spannende Verbindung von mittelalterlicher Backsteingotik und moderner Wiederentdeckung. Ursprünglich als Teil eines gotischen Gebäudes im 15. Jahrhundert errichtet, diente der Kaak zunächst als markantes Element der Lübecker Innenstadt. Sein Name leitet sich vermutlich von althochdeutsch *kāk* ab, was „Haken“ oder „Vorsprung“ bedeutet und auf seine architektonische Form hinweist. Besonders bemerkenswert ist die historische Nutzung des Kaaks: Bis ins 18. Jahrhundert war er Teil eines Buttermarkts, wo Händler ihre Waren anboten – ein Hinweis auf die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes im alten Lübeck.

Das heutige Erscheinungsbild des Kaaks geht auf eine spektakuläre Rekonstruktion zurück. Nach schweren Zerstörungen während des Luftangriffs auf Lübeck 1942, bei dem große Teile der historischen Altstadt dem Erdboden gleichgemacht wurden, blieb der Kaak erstaunlicherweise verschont. Doch erst 1986/87 gelang es, das Obergeschoss des Gebäudes unter Verwendung originaler gotischer Bauteile aus dem 15. Jahrhundert originalgetreu wiederaufzubauen. Dieser Wiederaufbau war Teil eines ehrenamtlichen Engagements des Vereins „Wiederaufbau des Lübecker Kaaks“, der sich eine kreative Nutzung als Stehbierhalle oder historische Bratwurstbude vorstellte – ein Beispiel für den lebendigen Dialog zwischen Denkmalschutz und moderner Kultur.

Architektonisch besticht der Kaak durch seine typisch norddeutsche Backsteingotik, erkennbar an den schrägen Ziegeldächern und den gotisch anmutenden Fensterformen, die auf historischen Fotografien aus den 1920er Jahren noch gut nachvollziehbar sind. Der Bau steht heute als Symbol für Lübecks Fähigkeit, historische Substanz mit zeitgenössischem Leben zu verbinden. Neben seiner kulturellen Bedeutung war der Kaak zudem Schauplatz strafrechtlicher Auseinandersetzungen: Im 16. Jahrhundert wurde er im Rahmen des Lübecker *Malefizbuchs* dokumentiert, das über Hexenprozesse und andere Verbrechen berichtete – ein dunkler, aber prägender Aspekt der Stadtgeschichte.

Heute ist der Kaak ein Ort, der Neugierige und Geschichtsinteressierte anzieht. Dank seiner rollstuhlgerechten Gestaltung ist er für alle Besucher zugänglich und lädt ein, die Spuren Lübecks zu erkunden. In seiner Nähe finden sich weitere historische Perlen wie die Breiter Straße oder der Finkenbauer, der ebenfalls gotische Elemente bewahrt. Der Kaak steht damit nicht nur für die Architektur des Mittelalters, sondern auch für Lübecks einzigartige Fähigkeit, seine Vergangenheit lebendig zu halten – zwischen Tradition und modernem Stadtleben.

In der Nähe

Gastronomie in der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…