Kirche/Kloster

St. Thekla

Am Greinberg 11, 97199 Ochsenfurt

Highlights

  • St. Thekla in Ochsenfurt ist eine gotische Hallenkirche mit dreischiffigem Langhaus und einschiffigem Chor, erbaut ab 1466 und 1471 mit Seitenkapellen.
  • Die Kirche beherbergt wertvolle Barockaltäre (17. Jh.), eine Renaissance-Kanzel (1551) und ein spätgotisches Bronzetaufbecken (1514/15) aus Nürnberg.
  • 1988/89 erfolgte eine umfassende Außen- und Innenrenovierung; seit 1983 fördert der Freundeskreis St. Thekla den Erhalt des Denkmals.

Tipps

  • Der barocke Taufstein aus der Vischer-Werkstatt Nürnberg von 1514/15 sowie der gotische Turm aus dem 13. Jahrhundert prägen das architektonische Erscheinungsbild der Kirche.
  • Ein Besuch der historischen Kapuzinerkrippe aus der Barockzeit bietet Einblicke in traditionelle handwerkliche und künstlerische Ausdrucksformen der Region.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Thekla Ochsenfurt

Die St. Thekla in Ochsenfurt zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauwerken der Region und vereint über sieben Jahrhunderte Geschichte mit künstlerischem Erbe. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahr 1276, doch ihre Ursprünge reichen vermutlich weit zurück. Die heutige gotische Hallenkirche mit ihrem einschiffigen Chor entstand in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, während die prächtigen Seitenkapellen 1471 hinzugefügt wurden. Besonders beeindruckend ist der Turm aus der Zeit um 1288, der im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und vom Würzburger Bildhauer Adolf Friedrich ergänzt wurde.

Das Innere der Kirche besticht durch eine harmonische Mischung aus spätgotischen und barocken Elementen. Im Zentrum steht ein wertvolles Bronzetaufbecken aus den Jahren 1514/15, vermutlich aus der Vischer-Werkstatt in Nürnberg, dessen Deckel 1893 von Max Bessler hinzugefügt wurde. Zwei imposante Messingleuchter von Johann Christoph Dürsch aus dem Jahr 1730 flankieren den Altar, während ein moderner Volksaltar von Lothar Forster (1982) und ein Ambo von Tilman Riemenschneider (um 1500) die liturgische Ausstattung ergänzen. Die spätgotische Holzfigur der Heiligen Thekla, nach der die Kirche benannt ist, gehört zu den kostbarsten Kunstwerken des Gotteshauses.

Ein besonderes Juwel der St. Thekla ist die historische Kapuzinerkrippe, die aus der Barockzeit stammt und seit 1983 im Kirchenschiff einen festen Platz gefunden hat. Die denkmalgeschützte Anlage wurde ursprünglich in Ochsenfurt errichtet und später hierher übertragen. Neben der Krippe beeindruckt eine Sandsteinkanzel aus dem Jahr 1551 in Renaissanceform sowie drei prächtige Barockaltäre aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirche wurde 1988/89 umfassend renoviert, wobei sowohl Außen- als auch Innenfassade restauriert wurden, um das historische Erbe für zukünftige Generationen zu bewahren.

Die St. Thekla ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiger Teil des kirchlichen und kulturellen Lebens in Ochsenfurt. Der Freundeskreis St. Thekla, seit 1983 aktiv, engagiert sich für den Erhalt und die Pflege der Kirche und organisiert regelmäßig Veranstaltungen zur Wertschätzung des kulturellen Erbes. Mit ihrer einzigartigen Architektur und Kunstschätzen ist die St. Thekla ein Muss für alle, die sich für die Geschichte und Spiritualität der Region interessieren.

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