Radspitzalm
Highlights
- Die Radspitzalm im Marktrodach ist seit 1995 nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet und liegt im Naturschutzgebiet Frankenwald.
- Auf dem Hof werden seit 2020 alte Obstsorten wie Knäckerla-Apfel oder Staffelsteiner Beckenbirne auf einer Streuobstwiese gepflegt.
- Historische Recherchen zeigen die jahrhundertelange traditionelle Nutzung der Radspitze als landwirtschaftlich genutzte Almfläche.
Tipps
- Die Radspitzalm bietet seit 1995 eine nach Bioland-Richtlinien geführte Landwirtschaft mit naturnaher Bewirtschaftung der Flächen.
- Ein Sortengarten mit historischen Obstsorten wie Knäckerla-Apfeln oder Staffelsteiner Beckenbirnen wird seit 2020 auf einer Streuobstwiese gepflegt.
- Führungen durch den Hof und die umliegenden Weiden, Wälder sowie Äcker sind nach vorheriger Absprache möglich.
Eigenschaften
Naturerlebnis Radspitzalm – Schutzgebiet Marktrodach
Die Radspitzalm in Marktrodach ist ein besonderes Naturjuwel im Herzen des Frankenwaldes, das durch seine einzigartige Verbindung von traditioneller Landwirtschaft und artenreicher Landschaft besticht. Das Gebiet ist Teil eines geschützten Naturraums, der seit Generationen von der Familie des Hofes mit großer Verantwortung bewirtschaftet wird. Besonders hervorzuheben ist die langjährige Orientierung an nachhaltigen Prinzipien: Schon seit 1995 wird der Hof nach den strengen Richtlinien von Bioland geführt, was die Pflege der Böden, die artgerechte Tierhaltung und den Schutz der Biodiversität unterstreicht.
Die historische Bedeutung der Region um die Radspitze wurde durch intensive Recherchen und die Auswertung alter Archive aufgearbeitet. Die Pflege und Nutzung dieses Gebietes geht auf jahrhundertealte Traditionen zurück, die bis in die Zeit der bekannten Ackerbauschule in Mediasch (heute Rumänien) zurückverfolgt werden können. Obwohl ein Gutsverwalter im ursprünglichen Sinne hier nicht mehr tätig ist, flossen die historischen Kenntnisse in die moderne Bewirtschaftung ein – etwa durch die bewusste Pflege von Wiesen, Wäldern und Streuobstwiesen, die heute als Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dienen.
Besucher können die Radspitzalm auf vielfältige Weise erleben: Bei einer geführten Hofrundgang wird Einblick in die tägliche Arbeit auf den Weiden, in den Wald oder durch die Felder gegeben. Besonders im Herbst lädt der Sortengarten zum Staunen ein – hier wurden seit 2020 seltene Obstsorten wie der Knäckerla-Apfel oder die Staffelsteiner Beckenbirne gepflanzt, die an die regionale Obstkultur erinnern. Die Streuobstwiesen sind nicht nur ein kulturelles Erbe, sondern auch ein wichtiger Lebensraum für Insekten und Vögel.
Als Teil eines Naturschutzgebiets bietet die Radspitzalm eine intakte Naturlandschaft mit hohem ökologischen Wert. Die bewusste Bewirtschaftung durch die Familie sichert den Erhalt seltener Lebensräume und fördert gleichzeitig den Artenschutz. Ob beim Spaziergang durch die Wälder, beim Entdecken der alten Obstsorten oder beim Beobachten der Tiere – die Alm lädt dazu ein, die Verbindung von Mensch und Natur in ihrer ursprünglichen Form zu erleben. Die Region um Marktrodach profitiert dabei von der Nähe zu weiteren geschützten Gebieten des Frankenwaldes, die ähnliche Werte verkörpern.